Naher Osten

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MitgliederDinner for one: Mahmud Abbas ist 90

Der Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) hatte am 15. November einen runden Geburtstag, doch für die meisten Palästinenser war das kein Grund zum Feiern.

Mahmud Abbas im April 2025. Foto: Flash90

„Abu Mazen“, wie Abbas sich gern nennen lässt, ist über die Maßen unbeliebt. Eine im Oktober erhobene Umfrage (PCPSR) im sogenannten Westjordanland und im Gazastreifen ergab, dass 80 Prozent der Palästinenser seinen Rücktritt begrüßen würden. Mit seiner Person verbinden die Menschen totale Untätigkeit in Bezug auf die Wohlfahrt des eigenen Volkes.

 

MACHTHABER

Mahmud Abbas ist nach Paul Biya aus Kamerun (92) der zweitälteste amtierende Regierungschef der Welt. Der Nachfolger des 2004 verstorbenen PLO-Chefs Jassir Arafat klebt an seinem Sessel. Er verhindert Wahlen und geht hart gegen jeden möglichen Rivalen vor. Sich in der PA demokratisch zu engagieren, ist unmöglich. An alternative Führungsstrukturen oder eine Beteiligung von Volksbewegungen ist nicht zu denken.

Ein Hauptgrund dafür, warum Abbas jegliche Wahlen in den Palästinensergebieten von Judäa und Samaria bislang verhindert hat, besteht in der Sorge seiner Fatah-Führung in Ramallah, man könnte die Macht an die Hamas verlieren. Aber es sind gerade die von ihm praktizierte maßlose Korruption und seine politische Starrheit, die seine Unbeliebtheit wachsen lassen....

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Patrick Callahan

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