Die Leugnung der jüdischen Geschichte ist rassistisch motivierter Hass

Wer Israels Wiedergeburt hasst, hasst das jüdische Volk, egal wie sehr man es unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit unserer Zeit verbirgt

| Themen: zionismus
Anti-israelische Demonstration in Ägypten
Foto: Oliver Weiken/EPA

Ein jüdischer Journalist, dem ich gerne folge, hat letzte Woche einen einfachen, auf den Punkt gebrachten Tweet gepostet, der mich zum Nachdenken brachte.

Die jüngeren Generationen, die heute in den Bewegungen für “soziale Gerechtigkeit” so aktiv sind, sind gleichzeitig so unaufmerksam, dass ihnen ausführliche Argumente nichts nützen. Sie bilden sich ihre Meinung fast ausschließlich auf der Grundlage von Schlagwörtern und Klickköder-Schlagzeilen.

Lassen Sie uns also Worte verwenden, die sie vielleicht verstehen.

Rassenhass ist schlecht. Die Juden sind eine Rasse (und auch eine Religion – diese Kombination war in der Antike nicht unüblich). Und die Leugnung der jüdischen Geschichte ist ein Akt des Rassenhasses.

Ein großes Lob an Hen Mazzig, der genau das gesagt hat, was gesagt werden musste:


Dass die Juden im Heiligen Land beheimatet sind, ist inzwischen so gut dokumentiert, dass nur Lügner oder absichtlich Unwissende noch immer etwas anderes behaupten würden. Leider haben wir nicht wenige von ihnen in unserer Mitte.

Wir wollen hier keine umfassende Betrachtung dieses Themas anstellen (für den objektiven Betrachter gibt es reichlich Quellen dafür), aber für den säkularen Beobachter genügt es, einen Blick auf den großen Bogen im Zentrum Roms zu werfen. Die Römer errichteten ihn, nachdem sie einen jüdischen Aufstand in Jerusalem niedergeschlagen hatten, und er zeigt, wie ihre Soldaten jüdische Schätze wie eine riesige Menora wegtragen. Dies ist der dokumentierte Beweis dafür, dass Juden schon vor 2.000 Jahren in Jerusalem und im Heiligen Land waren.

Für diejenigen, die den Wahrheitsgehalt der Bibel anerkennen, geht es in der gesamten Bibel um die Juden (früher als “Israeliten” bezeichnet) und ihre Geschichte in diesem Land. Die Bibel ist nicht nur das heilige Buch für Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt, sondern auch ein umfangreiches historisches Dokument, das Tausende von Jahren jüdischer Kultur und jüdischen Glaubens genau hier im Nahen Osten beschreibt.

Selbst für Christen muss dies offensichtlich sein. Das Neue Testament bezeichnet diese Region ausdrücklich als Judäa und ihre Bewohner als Juden und hebt wiederholt den eigenen jüdischen Hintergrund Jesu hervor.

Dass die Juden gewaltsam aus dem Heiligen Land vertrieben wurden, ist ebenfalls durch viele Quellen belegt, aber wir brauchen nicht weiter zu schauen als bis zu dem oben erwähnten Titusbogen. Die Juden, die darauf abgebildet sind, werden in die Sklaverei verschleppt oder auf andere Weise über das ganze Reich verstreut.

Und von diesem Moment an bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts ist es unbestreitbar, dass ein Großteil der jüdischen Kultur auf dem unstillbaren Wunsch nach Rückkehr beruhte. Jüdische Literatur, Musik und Gebete, die sich über die Jahrhunderte erstrecken, zeugen davon. Am bekanntesten für Nichtjuden ist vielleicht das Gebet, das jedes Pessachmahl mit “Nächstes Jahr in Jerusalem” abschließt.

Juden sagen das schon seit 2.000 Jahren. Es wurde nicht erst mit dem Ausbruch des modernen israelisch-arabischen Konflikts erfunden. Warum sollten sie das schon so lange sagen, wenn sie nicht zu diesem Land gehörten und dieses Land zu ihnen?

Die jüdische Geschichte in und die Verbindung zu diesem Land ist ein wesentlicher Bestandteil der jüdischen Identität. Und diese Geschichte und diese Verbindung anzugreifen, zu delegitimieren oder zu leugnen, ist ein Akt des Rassenhasses.

Das ist auch der Grund, warum Antizionismus von einer wachsenden Zahl von Regierungen mit Antisemitismus gleichgesetzt werden sollte und wird. Der Zionismus ist die moderne Umsetzung der tiefsten Hoffnungen und Träume des jüdischen Volkes, die sich aus seiner alten Geschichte und seinem Glauben speisen.

Die Wiedergeburt Israels zu hassen bedeutet, das jüdische Volk zu hassen, egal wie sehr man es unter dem Deckmantel der sozialen Gerechtigkeit unserer Zeit verbirgt.

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