Die Dreistigkeit von Mahmud Abbas

Frieden kann es erst geben, wenn der antisemitische Palästinenserführer die Bühne verlässt.

| Themen: Palästinenser, Mahmud Abbas
Foto: Flash90

(JNS) Zuerst schrieb er in Moskau eine Dissertation, die den Holocaust leugnete und verzerrte.

Als Nächstes führte er die Politik des „Judenrein“ ein – Juden durften in den alten jüdischen Gebieten weder leben noch Eigentum erwerben und erließ Gesetze, die Arabern den Land-Verkauf an Juden strikt untersagte, unter Androhung der Todesstrafe.

Abbas ist Vorsitzender der Palästinensischen Befreiungsorganisation, eine als terroristisch eingestufte Organisation. Er unterstützt den Iran, weltweit der schlimmste Terror-Sponsor. Abu Mazen, wie er auch genannt wird, leugnet das Recht des jüdischen Volkes, im Land Israel zu leben, und lehnt die Legitimität des Staates Israel rigoros ab. Seit mehr als einem Jahrzehnt torpediert er als Vorsitzender der Palästinenischen Befreiungsorganisation Gespräche mit israelischen Führern und war nicht bereit sich zu Gesprächen mit der Trump-Administration zu treffen.

Mahmud Abbas lehnt nicht nur die Überarbeitung von Schulbücher seines Regimes, die Hass auf Juden, Zionisten und Israel propagieren ab, sondern manipuliert auch die EU, damit sie Mittel für die Veröffentlichung besagter Bücher freigibt.

Jetzt fordert er Geld von US-Präsident Joe Biden, weigert sich allerdings, es nicht mehr für die Finanzierung der Terroristen zu verwenden, die er als Märtyrer preist.

Im Vorfeld von Bidens geplantem Besuch in Israel, der Palästinensischen Autonomiebehörde und Saudi-Arabien besitzt der Präsident  der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, die Dreistigkeit zu behaupten, es sei Israel, dass unter Druck gesetzt werden muss, um an den Verhandlungstisch zu kommen.

Die folgenden Auszüge stammen aus meinem neuen Buch The Bloody Price of Freedom (Der blutige Preis der Freiheit), das im Gefen-Verlag in Jerusalem und New York erschienen ist und den Zusammenhang zwischen Terror und Antisemitismus aufzeigt:

Abbas ist nun seit beinah anderthalb Jahrzehnten Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, nachdem er für eine einzige vierjährige Amtszeit gewählt worden war. Er war nicht bereit, mit Israel über einen umfassenden Frieden zu verhandeln, sondern zog es vor, Israel zu geißeln, Israel für jedes Übel der palästinensischen Araber verantwortlich zu machen und internationale Anerkennung anzustreben, anstatt ein Abkommen über den endgültigen Status auszuhandeln.

Ein Blick auf seine mehr als 14-jährige Amtszeit zeigt, dass Abbas mit seinem Führungsstil gescheitert ist, ausgerichtet vornehmlich auf seine eigenen Interessen und die seiner Handlanger. Er zeigt keinerlei Engagement, auf die Selbstbestimmung seines Volkes hinzuarbeiten. Seine Anstrengungen zielen vielmehr darauf ab, die Selbstbestimmung eines Volkes, das er als seinen Erzfeind betrachtet, mit allen Mitteln zu untergraben.

Frieden und Versöhnung zwischen israelischen und palästinensisch-arabischen Führern sind nach wie vor schwer zu erreichen.

Abbas verfolgt eine mörderische, auf Wut basierende Ablehnungsstrategie, weigert sich zu verhandeln und testet die Grenzen der Bereitschaft Israels aus, indem er die Ermordung seiner unschuldigen Bevölkerung finanziert und das Leben seiner eigenen Leute opfert. Ablehnung und Terrorismus sind beide ernsthafte und miteinander verwobene Bedrohungen für den Frieden. Es ist eine enge und tödliche Verbindung, denn die Ablehnung bedeutet, unter keinen Umständen  Frieden mit Israel anzustreben, was ein Klima des Hasses fördert und die Überzeugung geschaffen hat, Terrorismus sei unter dem Deckmantel des Freiheitskampfes zu rechtfertigen.

Die Ablehnung ist die Weigerung, die Legitimität und das Recht des jüdischen Volkes auf einen Staat in seiner angestammten Heimat anzuerkennen, und die Weigerung, Frieden und eine Normalisierung der Beziehungen zu Israel zu erreichen, wodurch die Möglichkeit eines Verhandlungsabkommens zwischen den Parteien auf der Grundlage von zwei Staaten – einem jüdischen und einem arabischen – ausgeschlossen wird.

In der Tat besteht Abbas‘ Karriere weitgehend aus dem Versuch, einen jahrzehntelangen militärischen, juristischen, diplomatischen und intellektuellen Krieg der Täuschung und Verleugnung gegen den Zionismus zu gewinnen – das Recht des jüdischen Volkes auf Souveränität in seinem angestammten Heimatland.

Anstatt sich für den Frieden zwischen den Völkern oder gar für das Wohl seines eigenen Volkes einzusetzen, hat Abbas während seiner gesamten Laufbahn Antisemitismus, Holocaust-Leugnung und Geschichtsfälschung als Mittel zum Angriff auf den Zionismus und Israel eingesetzt, wobei er sich als geistiger und ideologischer Nachfahre des Hitler-Verbündeten und Erzverweigerers Haj Amin al-Husseini versteht.

1982 verteidigte Abbas seine Doktorarbeit am Institut für Orientalistik der Sowjetischen Akademie der Wissenschaften, in der er argumentierte, dass der Holocaust übertrieben worden sei und dass die Zionisten den Mythos“ von sechs Millionen ermordeten Juden geschaffen hätten, den er als fantastische Lüge“ bezeichnete.

Er behauptete ferner, dass die von den Nazis ermordeten Juden in Wirklichkeit Opfer eines zionistisch-nazistischen Komplotts waren, das darauf abzielte, Rache an den Juden zu üben und ihre Massenvernichtung auszuweiten.

Zwei Jahre später bekräftigte er diese heimtückischen Ansichten in seinem Buch The Other Side: The Secret Relationship Between Nazism and Zionism.

Diese Lügen, die Leugnung und Verdrehung des Holocaust sowie die Unterschlagung der Wahrheit bei wissentlicher Fälschung der Fakten und Geschichte sind schon schlimm genug. Der Missbrauch des Holocaust-Gedenkens diente lediglich als Waffe, mit der er sein eigentliches Ziel treffen wollte: den Staat Israel, den Zionismus und das Recht der Juden auf die Wiederherstellung Israels in seinem angestammten Land.

Im Laufe der Jahre versuchten palästinensische Führer, einschließlich Abbas selbst, diese Ansichten zu verbergen oder sich von diesen zu distanzieren, wenn sie vor internationalem Publikum sprachen.

Gleichwohl wird Abbas‘ Buch, in dem er Zionisten fälschlicherweise mit Nazis in Verbindung bringt, nach wie vor an mehreren palästinensischen Universitäten im Westjordanland gelehrt und auf seiner persönlichen Website stolz präsentiert.

Viele hatten gehofft, dass es sich bei diesen Ansichten um die eines Menschen aus einer anderen Zeit handeln könnte, der vielleicht von einer früheren sowjetischen Indoktrination geprägt war. Seine Handlungen und Worte in jüngster Zeit haben jedoch deutlich gezeigt, dass Abbas‘ gezielter Hass auf den Zionismus, den Holocaust und das jüdische Volk nie verschwunden ist. Er wurde nur weitgehend ignoriert und toleriert, um dem Nachfolger von Jassir Arafat eine Plattform zu bieten, auf der die palästinensischen Araber zu einer Nation werden können.

Abbas‘ unverhohlener Hass ist nicht mehr zu übersehen, auch nicht für einige seiner früheren Unterstützer in Israel und der internationalen Gemeinschaft.

Abbas hat die Rückkehr des jüdischen Volkes in seine ewige Heimat als „Katastrophe“, „rassistisch“ und „unethisch“ bezeichnet und das unveräußerliche Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung vollständig geleugnet.

In einer langen und ausschweifenden Rede, die Abbas 2018 auf einer Sitzung des Palästinensischen Nationalrats in Ramallah hielt, behauptete er, die Ursache des Holocaust sei nicht so sehr der völkermörderische Hass der Nazis auf die Juden, sondern vielmehr das Verhalten der Juden selbst, insbesondere ihr „soziales Verhalten“, und fügte hinzu, er meine damit „ihre soziale Funktion in Bezug auf Banken und Zinsen“. Dieser unverhohlene Antisemitismus ist ungeheuerlich und würde nicht toleriert, wenn er von irgendeinem anderen gewählten oder gesalbten Führer in der Welt geäußert würde, noch sollte er von Abbas geduldet werden. Er bediente sich zum wiederholten Male der Geschichtsfälschung, um die Verbindung des jüdischen Volkes zum Land Israel zu leugnen, und behauptete, die Juden im Nahen Osten und in Nordafrika hätten unter arabischer Herrschaft immer gut und unbehelligt gelebt – eine weitere Lüge.

Abbas gibt zwar vor, an Friedensgesprächen interessiert zu sein, vor allem wenn er öffentlich auf Englisch spricht, hat aber die offenkundige Angewohnheit, jede diplomatische Entwicklung, die Israel unterstützt, für den mangelnden Fortschritt verantwortlich zu machen. Nach der Ankündigung des damaligen US-Außenministers Mike Pompeo, dass die Siedlungen im Westjordanland nicht mit dem Völkerrecht unvereinbar seien, bezeichnete Abbas den US-Friedensplan in einem Radiointerview als „tot“ und „leblos“. Der Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde sagte, die US-Regierung habe ihre Glaubwürdigkeit verloren, um in Zukunft eine Rolle im Friedensprozess zu spielen.

Dies ist besonders bedauerlich, nachdem die Trump-Administration Jerusalem als Israels Hauptstadt anerkannt, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegt und den Vorschlag „Frieden zu Wohlstand“ vorgelegt hat, der den palästinensischen Arabern nicht nur den von ihnen angestrebten Staat geben, sondern auch viele aus der Armut befreien und der palästinensischen Wirtschaft einen Schub und der Region Wohlstand bringen würde. Abbas hingegen reagierte auf die Botschaftsverlegung mit Gewalt,  den „Tagen des Zorns“ und auf das Friedensangebot mit einem „tausendfachen Nein“.

Bleibt zu hoffen, dass Abbas`Nachfolger sich für einen dauerhaften Frieden entscheiden werden.

Es ist völlig unstrittig, dass die gescheiterte Herrschaft von Abbas, der sich seit 14 Jahren weigert, Wahlen in den palästinensischen Gebieten abzuhalten, in palästinensischen Schulen Hass lehrt und Terror belohnt und fördert, sofort beendet werden muss. Die gesamte Region hat etwas Besseres verdient als Abbas` hasserfüllte, antisemitische und ablehnende Rhetorik.

Durch seine Ablehnung des Friedens und die Geißelung der Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrains (weil sie dem historischen Abraham-Abkommen beigetreten sind) sowie der Arabischen Liga selbst mit der Behauptung, sie hätten den Palästinensern den Rücken gekehrt, hat Abbas seinem eigenen Volk großen Schaden zugefügt. Die Zeit für den Frieden ist nicht nur gekommen – sie ist jetzt. Zahlreiche arabische Regierungen sehen die Chancen, die ein von den Vereinigten Staaten unterstützter Frieden mit Israel für ihre Völker mit sich bringt. Es wird erwartet, dass weitere arabische Regierungen ihre Beziehungen zu Israel ausbauen werden, ungeachtet der Empörung von Abbas und anderen palästinensischen Führern. Saudi-Arabien selbst ist dabei, seine Beziehungen zu Israel zu verbessern, indem es Überflüge von Fluggesellschaften über saudisches Gebiet zulässt.

Die meisten arabischen Regierungen, darunter die Saudis, die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain, beharren jedoch weiterhin auf der „Zweistaatenlösung“ zur Beilegung des palästinensisch-israelischen Konflikts, ebenso wie die Europäische Union und die meisten Regierungen. Viele Regierungen berufen sich weiterhin auf die von der saudischen Regierung im Jahr 2002 vorgeschlagenen Grundsätze, die als arabische Friedensinitiative bekannt sind.

Die Zeit wird zeigen, ob ein echter regionaler Frieden erreicht werden kann.

Ägypten, Jordanien und nun auch die Vereinigten Arabischen Emirate und Bahrain (sowie Marokko und der Sudan) sollten für den mutigen Schritt, sich mit Israel auf die Bühne zu stellen, die Hände zu schütteln und ein Dokument zu unterzeichnen, das einen friedlicheren und wohlhabenderen Nahen Osten für alle seine Bewohner vorsieht, mit Beifall bedacht werden.

Um jedoch einen wahren Frieden ohne weiteres Blutvergießen zu erreichen, müssen Abbas oder seine Nachfolger ihre Haltung ändern und sich auf eine bessere Zukunft für alle Menschen konzentrieren bei Akzeptanz der Realitäten des Friedens. Die Verwirklichung des Friedens erfordert mehr als nur Worte, sondern Taten um die Vorteile der Entspannung und Annäherung zu erkennen.

Bedeutungslose und leere Verlautbarungen können Abbas` Worte voll des Hasses nicht entschärfen. Seine Hasstiraden, Ermutigung zu Aufwiegelung und Terror können nicht länger geduldet werden.

Die palästinensischen Araber brauchen und verdienen neue Führungspersönlichkeiten, die Hass und Terror als ihren Modus Operandi hinter sich lassen und sich auf den Aufbau einer wirklichen Zukunft, auf Gesundheit, Bildung, Wohlstand, friedliche Koexistenz und die geschätzten Freiheiten konzentrieren, die sie anstreben und auf die sie ein Anrecht haben.

Abbas hat sich als völlig unfähig erwiesen, sich auch nur einen Zentimeter in Richtung Frieden und Versöhnung zu bewegen und hat lediglich Hass und Aggression gegenüber Israel, dem Zionismus und der jüdischen Selbstbestimmung geschürt.

Womöglich werden wir schon bald in eine Post-Abbas-Ära eintreten. Es ist zu hoffen, dass eine neue Führung der palästinensischen Araber neue Möglichkeiten bietet, um den langfristigen Frieden zu erreichen, der zum Wohle der palästinensischen Araber, der Israelis und aller Völker der Region so notwendig ist.

Diejenigen unter uns, denen der Frieden am Herzen liegt, sollten die Lektion lernen, nicht wegzuschauen, wenn Hass verbreitet wird. Wir sollten in der Tat nicht länger die Augen vor Aufwiegelung, Ablehnung und der Ermutigung zu abscheulichen Terrorakten als Mittel zur Erreichung politischer Ziele verschließen.

Der Tag ist gekommen, an dem bisher undenkbare Friedensinitiativen möglich sind und somit alle Völker der Region einer lang ersehnten friedlichen, sicheren und wohlhabenden Zukunft einen Schritt näher bringen können.

Es sollte jedoch klar sein, dass dies nicht für die Palästinenser gilt, solange Abbas ihr Führer bleibt. Seine wiederholte Weigerung in der Vergangenheit, sich mit US-Politikern zu treffen, die sich für den Frieden einsetzen, ist ein weiterer Beleg für seine Unfähigkeit, die Führung zu verkörpern, die das palästinensische Volk braucht.

Wenn wir wirklich Wert auf Frieden legen, müssen wir unsere Erwartungen heraufsetzen und dürfen die Bigotterie eines palästinensischen Führers nicht akzeptieren. Die nächsten Führer müssen nicht nur eine friedliche und von gegenseitigem Respekt geprägte Haltung gegenüber Israel einnehmen, sie müssen auch den Terror und Abbas‘ hasserfüllte Rhetorik und Aufwiegelung lossagen und ein neues Kapitel in den direkten Beziehungen zwischen Israel und den palästinensischen Arabern aufschlagen, begleitet von den sich annähernden Beziehungen zwischen Israel und den arabischen Ländern am Golf.

Richard D. Heideman ist Senior Counsel von Heideman Nudelman & Kalik, PC, einer Anwaltskanzlei in Washington, D.C., die amerikanische Terroropfer vertritt, Ehrenpräsident von B’nai B’rith International und Vorsitzender der Israel Forever Foundation. Die von ihm geäußerten Ansichten sind seine eigenen und können keiner Organisation zugeordnet werden.

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