Wenn der oberste Führer der Islamischen Republik Iran beginnt, den Koran öffentlich zu zitieren – und das nicht in irgendeinem Kontext, sondern im Schatten von Luftangriffen, die Teherans Atomprogramm ins Wanken bringen –, dann ist klar: Es geht um mehr als Politik. Es geht um Glauben, Identität und Krieg. Wenn Khamenei Sure 3 zitiert, heißt das eine religiöse Mobilmachung aller Muslime gegen Israel. In seinem jüngsten Tweet zitierte Irans oberster Führer Ali Khamenei Vers 126 aus der Sure Al-Imran „Das Haus Imrans“, eine Passage, die im Koran mit Ermutigung Allahs vor einer Schlacht verbunden ist. Dort heißt es: „Und der Sieg kommt nur von Allah, dem Allmächtigen und Allweisen.“ (Sure 3:126) Dieser Vers ist kein Zufall, sondern ein bewusst gesetztes religiös-politisches Signal. Wenn ich solche Verse im Mund muslimischer Führer höre, im Kontext von Israel, vibriert etwas in mir. Denn was hier geschieht, ist mehr als religiöse Zierde, es ist der Versuch, einen politischen Krieg als heiligen Krieg zu legitimieren. Eine religiöse Kriegsrhetorik, mit der die Menschen im Westen oft nichts anfangen können. Im folgenden Bericht versuche ich, euch Khameneis...
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