Corona-Geschichten

Unser Alltag wurde in der letzten Zeit immer mehr von Corona beeinflusst. Zu oft musste ich mit unserem Sohn zum Test Drive-in.

Coronatest Drive-in in Modiin Foto: Yossi Aloni/Flash90

Gute Morgen liebe Leser!

Seit anderthalb Jahren versuchen wir hier bei uns zu Hause trotz Corona unser Leben so normal wie möglich weiterzuleben. In den Tagen der Lockdowns war das natürlich etwas schwieriger. Besonders am Anfang, als das Coronavirus für alle noch unbekannt war und wir uns noch nicht einmal trauten, Einkaufen zu gehen und stattdessen lieber bis zu zwei (!) Wochen auf die Lieferung aus dem Supermarkt warteten.

Aber diese Zeit der Unsicherheit ist vorbei, um die 68 Prozent der Israelis sind zweimal geimpft, was uns danach ein fast ganz normales Leben ermöglichte. Und dann begann die vierte Welle, genau in dem Moment, als wir dachten, Corona sei nun Geschichte für uns. „Delta“ ließ das ganze Spiel von vorne beginnen. Jeden Tag stecken sich nun wieder tausende von Israelis mit dem Virus an, denn auch die Antikörper, die unser Körper nach den Impfungen entwickelt hat, sind nun weniger geworden. Daher begann Israel als erstes Land der Welt mit der dritten Impfung. Zunächst wurden die älteren Menschen geimpft, aber ab heute kann sich jeder über 12 Jahre den sogenannten Booster geben lassen.

Nachdem meine Frau und ich bereits die dritte Impfung bekommen haben, war gestern unser ältester Sohn an der Reihe. Er stand stundenlang in einer riesigen Warteschlange auf dem Rabin-Platz in Tel Aviv, um sich impfen zu lassen. Unsere Regierung hat beschlossen, dass man sechs Monate nach der zweiten Impfung den Booster bekommen muss, um weiterhin den sogenannten „Grünen Pass“ zu haben, der das tägliche Leben einfacher macht. Unsere Tochter bekommt ihre dritte Impfung heute Nachmittag. Ich weiß, dass es auch unter unseren Leser nicht wenige Kritiker gibt, die gegen diese Impfung sind. Das ist in Ordnung, jeder darf seine persönliche Meinung haben.

Seit dem Beginn dieser vierten Welle wurde unser recht normales und ruhiges Alltagsleben etwas gestört. Immer mehr Menschen in unserem Bekanntenkreis und auch nähere Verwandte erkrankten an Corona. Einige sogar recht heftig, sodass wir uns wirklich Sorgen machten. Zum Glück sind nun alle wieder gesund. Aber der Kreis scheint sich immer enger zusammenzuziehen. So kam unser jüngster Sohn innerhalb von nur 10 Tagen zweimal in die Situation, mit einem Coronakranken (also einem mit dem Virus infizierten) in Kontakt zu sein, was dazu führte, dass er von der Armee nach Hause geschickt wurde. Ich durfte dann zweimal mit ihm zu unserem örtlichen Coronatest Drive-in fahren. Ich gebe zu, dass mich das etwas stresste, denn ich hatte Angst, dass unser Sohn sich angesteckt haben könnte.

Man braucht viel Geduld bis man endlich an der Reihe ist. Coronatest Drive-in in Modiin.

Bei unserem ersten Besuch im Drive-in (klingt irgendwie zu nett) mussten wir etwas mehr als eine Stunde warten. „In was für einer eigenartigen Zeit wir doch leben“, war mein Gedanke, als wir warteten. Ich musste wieder an all diese apokalyptischen Filme denken, in denen ein Virus die Menschheit bedroht. Dort ist das Virus allerdings viel gefährlicher. Werden wir jemals wieder einen echten normalen Alltag genießen können? Oder werden wir in den kommenden Jahren immer wieder Mal einen Drive-in besuchen, um uns testen zu lassen? Und was ist mit den Masken? Werden wir sie jemals wieder loswerden? Viele Fragen gingen mir beim Warten durch den Kopf.

Coronatest direkt am Auto,Modiin.

Dann war endlich mein Sohn an der Reihe. Nach etwas mehr als 24 Stunden bekam er dann das Testergebnis, er war negativ und konnte dann wieder zurück in seine Armeebasis fahren (dabei hat es ihm zu Hause recht gut gefallen ;)).

Und gestern ging das ganze eben wieder von vorne los, nachdem unser Sohn sich am Wochenende mit Freunden getroffen hatte, von dem einer, wie sich später herausstellte, mit dem Virus infiziert war. So ist unser Sohn wieder zu Hause, was er natürlich sehr schön findet. Irgendwann ab dem Nachmittag wird er dann per SMS das Ergebnis des Tests bekommen. Ich bin optimistisch, dass es auch diesmal negativ ausfallen wird, denn er fühlt sich wohl. Und dann darf er wieder zurück zur Armee. Kein Drama, nächste Woche beginnen die Feiertage, da wird er dann genug freie Tage haben. Die Gesundheit ist am wichtigsten. Und nun das Wetter.

 

Das Wetter für heute in Israel

Nach ein paar besonders heißen tagen, soll es heute wieder für den Sommer nur noch „normal heiß“ werden. Auch ein paar Wolken soll es geben. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 31 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 37 Grad, am Toten Meer 38 Grad, Beersheva 35 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist weiter gesunken und liegt jetzt bei – 210,055 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 1,255 Meter bis zur oberen Grenze.

Im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute wünsche ich Ihnen einen angenehmen Montag und einen guten Start in die Arbeitswoche. Wir arbeiten übrigens schon fleißig an der nächsten Ausgabe des Israel Heute-Magazins. Freuen Sie sich darauf und bleiben Sie gesund.

Schalom aus Modiin!

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