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Blog: Ariel Sharon Park – Einst Mülldeponie heute Naturpark

Der Ariel Sharon Park liegt in Zentral-Israel. Die Besucher treffen im Grün des Parks auf Picknickplätze Fahrrad- und Wanderwege. Was sich dem Auge des Besuchers nicht erschließt, ist, dass der Park auf der einst größten Müllkippe Israels liegt.

Der Ariel Sharon Park liegt in Zentral-Israel. Die Besucher treffen im Grün des Parks auf Picknickplätze Fahrrad- und Wanderwege. Was sich dem Auge des Besuchers nicht erschließt, ist, dass der Park auf der einst größten Müllkippe Israels liegt.

Die Mülldeponie „Hiriya“ war in ganz Israel bekannt. Nicht nur die Optik der riesigen Deponie und der Geruch minderten die Lebensqualität der Anwohner. Der Abfall führte auch zur Grundwasser- und Umweltverschmutzung und zur Freisetzung von schädlichen Gasen. Zu Spitzenzeiten wurden täglich 3000 Tonnen Abfall auf die Mülldeponie transportiert. Der Müllberg wuchs zu einer Höhe von 60 Metern und 25 Millionen Tonnen Abfall an.

Es ist schwer vorstellbar, dass sich dieser Müllberg in eine blühende Landschaft verwandelt hat. Der Ariel Sharon Park ist dreimal so groß wie der Central Park in New York. Zu verdanken ist die Verwandlung einem innovativem Umweltprojekt, der Ausdauer aller Beteiligten und ihrer Kreativität.

Seit Anfang des neuen Jahrtausends wurden mehrere Millionen Dollar in Säuberung und Neugestaltung investiert. Das neue Design geht auf den deutschen Architekten Professor Peter Latz zurück. Latz‘ Vorschlag setzte sich 2004 in einer internationalen Ausschreibung gegen 14 Konkurrenten durch.

Um die Umwelt zu stabilisieren und die Flora und Fauna wiederzubeleben, konzentrieren sich die Maßnahmen auf vier Kernbereiche: Die Bergabhänge werden mit recycelten Abfall stabilisiert, das verseuchte Sickerwasser wird aufgefangen und aufbereitet, das Regenwasser umgeleitet und zur Bewässerung genutzt und das Biogas abgepumpt. Letzteres entstand im Laufe der Jahre durch den Zerfall des Mülls und war zwischen den Müllschichten gefangen. Es wurden 80 Bohrlöcher in den Berg gebohrt, um das Biogas abzupumpen. Anschließend wurde es zur naheliegenden Stadt Azor transportiert und wird dort als Bioenergie genutzt.

Der Parks wurde im Juli letzten Jahres eröffnet. Da der auf einem Berg liegt, kann von ihm aus die Sicht auf Tel Aviv genossen werden. Es werden verschiedene Führungen angeboten, die die Aufarbeitung des Parks erklären oder Kindern spielerisch Recycling beibringen. Der Umbau ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Bis 2020 wird der Park um Attraktionen wie Aussichtsplattformen, Läden und Möglichkeiten für Extremsportarten erweitert werden. Auch ein Amphitheater mit 50.000 Sitzen wird in Kürze eröffnen.

Neben dem Park befinden sich ein Recyclingcenter und die größte Umschlagstation für Müll in ganz Israel. Täglich wird der Müll von rund 1200 Lastern dort getrennt und anschließend mit Hilfe moderner Technik aufbereitet.

Wie gut die neue „Grüne Lunge“ von der Bevölkerung angenommen wird, zeigen die Besucherzahlen. Bis zu 1000 Besucher zählt der Park pro Tag. An Pessach musste er vorübergehend sogar seine Tore schließen, weil er schlichtweg zu überfüllt gewesen ist.

Dies war ein Blogartikel aus dem Bereich „Mit dem Land verwurzelt“ aus unserer Rubrik „Israel Helfen“. Wir bedanken uns für jede Spende, die Sie dem Land Israel und seinen Bewohnern zukommen lassen. Die Möglichkeit dafür finden Sie unter Israel Helfen.

Bild: Flash90-Archiv

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Patrick Callahan

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