Avi Pazner wurde 1991 israelischer Botschafter in Rom. „Bislang hatte mich das Christentum nicht interessiert. Ich bin in der Schweiz aufgewachsen und habe sehr unter Antisemitismus gelitten“, sagte Pazner gegenüber Israel Heute. „Itzchak Schamir gab mir mit: ,Versuch zu erreichen, was keinem in 45 Jahren gelungen ist: Versuch den Vatikan zu überzeugen, den Staat Israel anzuerkennen. Das ist für Israel wichtig!’
Ich begann, alles über das Christentum und die katholische Kirche zu lesen. Ich traf mit Bischöfen und Kardinälen zusammen und habe guten Willen gespürt. Das theologische Problem hatte sich in Luft aufgelöst, weil es vom Konzil 1965 gestrichen und wir freigesprochen worden waren, Jesus gekreuzigt zu haben. Wo lag also das Problem? Das Problem war die Angst vor der arabischen Welt. Der Vatikan bangte um die Kirchen im Nahen Osten. Ab 1965 wurde aus dem theologischen Problem ein diplomatisches.
Theologische Probleme kann ich nicht lösen, diplomatische vielleicht. Im April 1992 hatte ich eine private Audienz bei Johannes Paul II. Ich sollte meine Frau mitbringen, damit es wie ein privater Besuch aussieht. Der Papst begrüßte mich mit Schalom,...
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