(JNS) Die Berliner Polizei nahm am Samstag 57 Personen bei einer anti-israelischen Demonstration fest, nachdem ein Mann angegriffen worden war, weil er einen Davidstern zeigte. Demonstranten riefen antisemitische Parolen, warfen Flaschen auf Einsatzkräfte und zeigten Symbole terroristischer Organisationen.

„An der Ecke Ben-Gurion-Straße und Potsdamer Straße sprach ein Mann, der eine Regenbogenflagge mit einem Davidstern trug, mit einer anderen Person, als sich zwei Männer näherten, von denen einer dem Mann angeblich auf den Kopf schlug, bevor sie vom Tatort flohen“, teilte die Polizei mit.
Rund 10.000 Demonstranten nahmen an der anti-israelischen Kundgebung teil, die zeitgleich mit der jährlichen Pride-Parade der Stadt stattfand. Die Behörden lösten die Versammlung auf, da es zu „Störungen der öffentlichen Ordnung“ kam, darunter Flaschenwürfe und körperliche Auseinandersetzungen, wie AFP berichtete.

Antisemitische Parolen und „Symbole verfassungsfeindlicher und terroristischer Organisationen“ waren zu sehen, erklärte die Polizei. „Wiederholt wurden antisemitische Parolen gerufen“, was zu mehreren Festnahmen führte. Die Einsatzkräfte seien mit Flaschen und Farbbeuteln beworfen, mit Fahnenstangen angegriffen und körperlich attackiert worden, fügte die Polizei hinzu.
Die Demonstration fand statt, während die Berliner Pride-Parade in einem anderen Stadtteil abgehalten wurde. Auch dort kam es laut Polizei zu 64 Festnahmen wegen Beleidigung, Körperverletzung und dem mutmaßlichen Zeigen von Symbolen, die mit „terroristischen Organisationen“ in Verbindung gebracht werden.
Bei einer weiteren Demonstration gegen die Pride-Parade wurden laut Polizei 20 Personen festgenommen.




