Annektieren oder abgeben?

Der amerikanische Botschafter in Jerusalem, David Friedman, sagte in einem Interview mit der New York Times, „unter bestimmten Umständen denke ich, dass Israel das Recht haben sollte, einige, aber wahrscheinlich nicht alle Teile des Westjordanlands zu behalten“

Annektieren oder abgeben?
Yonatan Sindel/Flash90

. Diese Aussage ist ein großer Schritt weg von der immer wieder beschworenen Zwei-Staaten-Lösung, die von vielen Regierungen der Welt als „einzige Lösung“ des Nahostkonflikts gesehen wird. Der deutsche Außenminister Heiko Maas sagte genau dies während einer Pressekonferenz in Jordanien.

Während die Aussage Friedmans bei der palästinensischen Führung für Entrüstung sorgte, sorgte die Aussage von Maas im israelischen Volk für Entrüstung, das von Deutschland nichts über „Lösungen“ hören möchte, die das jüdische Volk in Gefahr bringen.

Während sich die Zwei-Staaten-Lösung immer mehr als Wunschtraum erweist, da sie kein Ende des Konflikts bringen würde, sondern lediglich einen weiteren Terrorstaat an den Grenzen Israels erschaffen würde, ist die Annektierung des Westjordanlands eine durchaus realistische Möglichkeit, den Konflikt mit den Palästinensern zu lösen. Politiker, Journalisten und Rechtswissenschaftler weltweit haben Szenarien entworfen, wie eine Souveränität Israels über das Westjordanland aussehen könnte. Dabei wurde das Wohlergehen der jüdischen und arabischen Bevölkerung berücksichtigt und die einzigen Verlierer eines annektierten Westjordanlands wären die palästinensischen Politiker, die sich dann nicht mehr auf Kosten ihres „Volkes“ bereichern könnten.

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