Als ein saudischer Prinz Israel vor der ganzen Welt lobte

Bedeutende arabische Akteure betrachten den Staat Israel nicht länger als Paria oder schlimmer noch, als ein Krebsgeschwür, das ausgerottet werden muss

von Israel Heute Redaktion | | Themen: Saudi Arabien
Der saudische Außenminister Prinz Faisal bin Farhan Al Saud Foto: EPA-EFE/HAYOUNG JEON

Auch wenn noch nicht mit allen eine vollständige Normalisierung eingetreten ist, so wird doch immer deutlicher, dass die wichtigsten Akteure in der arabischen Welt den Staat Israel nicht mehr als Paria oder gar als Krebsgeschwür betrachten, das ausgerottet werden muss.

Einige arabische Regierungsvertreter gehen sogar so weit zu sagen, dass sie froh sind, dass Israel Teil der Nahost-Familie ist.

Einer von ihnen ist Prinz Faisal bin Farhan Al Saud, der Außenminister von Saudi-Arabien.

Nach seinem Treffen mit US-Außenminister Anthony Blinken in der vergangenen Woche erklärte der Saudi gegenüber Reportern, dass Israel aus der Sicht Riads „zur regionalen Stabilität und zum Weg zum Frieden beigetragen“ habe.

Das ist genau das Gegenteil von dem, was hohe saudische Beamte in den letzten Jahren über die Palästinensische Autonomiebehörde zu sagen hatten. „Die Palästinenser haben nichts beigetragen“, erklärte der saudische Schriftsteller Abdulhameed Al-Ghobain im vergangenen Jahr gegenüber der BBC die zunehmende Frustration des Königreichs über die Palästinensische Autonomiebehörde. Siehe: Saudi-Arabien wendet sich gegen die Palästinenser

Prinz Faisal betonte jedoch, dass Saudi-Arabien nach wie vor der Meinung ist, dass der einzige Weg zu dauerhaftem Frieden und Stabilität darin besteht, ein Friedensabkommen über den endgültigen Status zwischen Israel und den Palästinensern zu erreichen.

„Wir sind davon überzeugt, dass der einzige Weg zu dauerhafter Stabilität darin besteht, die palästinensische Frage und die Frage des palästinensischen Staates … mit Jerusalem als Hauptstadt anzugehen“, sagte er.

Der Unterschied besteht heute darin, dass die Saudis und andere regionale Mächte nicht mehr Israel die Schuld für die anhaltende Stagnation des Friedensprozesses mit den Palästinensern geben, zumindest nicht ausschließlich. Und sie sind zunehmend bereit, in der Zwischenzeit ihre eigenen Normalisierungsabkommen voranzutreiben. Das bedeutet letztendlich, dass die arabische Welt endlich zu verstehen beginnt, dass Israel wirklich Frieden will.

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