Ab ins Ausland!

Während die Touristen endlich wieder überall im Heiligen Land zu sehen sind, zieht es das Jüdische Volk in die weite Welt. Dafür nimmt man auch ein stundenlanges Warten am Flughafen in Kauf.

| Themen: Guten Morgen
Lange Warteschlangen am Flughafen, na und? Hauptsache raus in die weite Welt. Foto: Flash90

Guten Morgen, liebe Leser!

Es ist kaum zu glauben, aber wir befinden uns jetzt schon mitten im Sommer. Pessach, der Unabhängigkeitstag und Shavuot, das Wochenfest, all das liegt schon wieder hinter uns. Unsere Tochter hat ihr zweites Studienjahr so gut wie beendet, es fehlen nur noch ein paar Abschlussarbeiten, dann kann sie endlich entspannt in den Sommer starten. Und auch unser jüngster Sohn kommt dem Ende seines fast dreijährigen Armeedienstes immer näher, auch wenn er es bis vor kurzem noch nicht glauben wollte.

Ich kann nur sagen, dieses Jahr vergeht wie im Fluge. Apropos Flüge, das ist etwas, das wir Israelis besonders lieben. Viel zu lange haben wir wegen Corona darauf verzichten müssen (über Corona, Sie erinnern sich sicher noch daran, werde ich bei einer anderen Gelegenheit schreiben).  Jetzt können wir endlich wieder fliegen, wohin wir wollen, und auch die Touristen sind jetzt endlich wieder hier bei uns zu sehen. So gibt es nun einen regelrechten Austausch, während die Touristen zu uns kommen, treibt es uns Israelis aus dem Land hinaus in die weite Welt. Und da jetzt auch die Sommerferien begonnen haben, scheint es so, als ob das ganze Volk Israel zum Flughafen strömt.

Diesen Eindruck bekam ich jedenfalls, als ich unseren jüngsten Sohn (der noch-Soldat) mitten in der Nacht zum Flughafen brachte. Er hat sich mit seinen bereits aus dem Armeedienst entlassenen Freunden, die jetzt die berühmte “Reise nach der Armee“ machen, für eine Woche in Madrid verabredet, wo sie dann gemeinsam ein bekanntes Musik-Festival besuchen wollen.  Aber zurück zum Flughafen mitten in der Nacht. Hätte ich nicht auf meine Uhr geschaut, hätte ich denken können, dass wir uns mitten am Tage befinden. Eine enorme Menge von Menschen wartete in der Abflughalle, ihre Koffer abgeben zu können und die Sicherheitsbefragung  hinter sich zu bringen. Unser Sohn war klug genug, auf einen Koffer zu verzichten und per Internet einzuchecken, sodass er nur den Sicherheitscheck machen musste. Doch das war erst der Anfang. Denn gleich danach ging es weiter zu Handgepäckkontrolle, und dort erwartete uns eine Warteschlange, wie ich sie noch nie in meinem Leben auf dem Ben Gurion Flughafen gesehen habe.

Auch lange Warteschlangen stören die Israelis nicht, zu lange mussten sie warten, endlich wieder ins Ausland fliegen zu können. Bild: Yossi Aloni/Flash90

Wir brauchten ganze 5 Minuten, um überhaupt erst einmal das Ende der Warteschlange zu erreichen. Und das mitten in der Nacht. In dem Moment habe ich beschlossen, erst einmal in unserem wunderbaren kleinen Land zu bleiben. Mich zieht es nicht so schnell ins Ausland. Angesichts der vielen Touristen, die jetzt wieder hier bei uns zu sehen sind, scheint Israel doch ein recht beliebtes Urlaubsziel zu sein. Daher werde ich erst einmal hier bleiben und lasse meinen Kindern den Vortritt.

Nach weniger als einer Stunde war unser Sohn bereits am Laufband, wo man das Handgepäck zum Durchleuchten drauflegt, es war Zeit, Abschied zu nehmen. Kurz danach hatte er dann auch die Passkontrolle hinter sich. Es ging also am Ende doch etwas schneller als zunächst befürchtet, was wohl daran lag, dass es mitten in der Nacht war.

Mit dem Beginn des Sommers ist das Wetter relativ „langweilig“ geworden. Die Wetterberichte beschränken sich in dieser Zeit meistens mit Worten wie „etwas zu warm“ oder „der Jahreszeit entsprechend warm“. Eins ist sicher, es ist immer warm. Aber sollten Sie doch wissen wollen, wie das Wetter heute werden wird, dann bitte:

Das Wetter für heute in Israel

Wie gesagt, wir haben Sommer. Und der ist momentan noch sehr angenehm. Für heute werden folgende Höchsttemperaturen erwartet: Jerusalem 28 Grad, Tel Aviv 29 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 35  Grad, am Toten Meer 37 Grad, Beersheva 32 Grad, Eilat am Roten Meer 38 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist natürlich am Sinken, denn im Sommer haben wir keine Niederschläge, er liegt jetzt bei -209.355 m unter dem Meeresspiegel. Es fehlen 0,555 Meter bis zur obersten Grenze!

Und nun wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion von Israel Heute einen wunderbaren Dienstag, der ja bekannterweise ein besonders guter Tag sein soll. Machen Sie es gut!

 

Schalom aus Modiin!

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