(JNS) Während die Vereinigten Staaten den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeitserklärung feiern, ist dies nicht bloß ein amerikanischer Meilenstein. Es ist ein historischer Moment, der zu einer erneuten Betrachtung der Ideen einlädt, die die einflussreichste Republik der Moderne geprägt haben, und ihres Platzes in einer Welt, die derzeit tiefgreifende geopolitische Umwälzungen erlebt.
Aus israelischer Sicht ist dies auch ein Moment der Dankbarkeit. Dankbarkeit gegenüber einer Nation, die dem jüdischen Volk den größten Raum an Freiheit, Gleichheit und Sicherheit gab, den es je im Exil erfahren hatte, und die dem Staat Israel seit dessen Gründung in vielen entscheidenden Momenten beigestanden hat. Vor allem aber ist es Dankbarkeit für ein Bündnis, das auf gemeinsamen Werten gegründet ist, nicht nur auf Interessen.
Biblische Wurzeln des amerikanischen Experiments
Schon 1620 und 1630, als die Mayflower und die Arabella von England in die Neue Welt segelten, sahen sich die puritanischen Siedler als ein Volk, das das „moderne Ägypten“ verlässt, das „moderne Rote Meer“ durchquert und im „Gelobten Land“ ankommt. Mayflower-Anführer William Bradford...
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