Die Gegend um Latrun ist reich an Geschichte. Bereits im 12. Jahrhundert errichteten Kreuzfahrer hier eine Festung, deren Ruinen bis heute sichtbar sind. Jahrhunderte später, im osmanischen Palästina, kamen Trappistenmönche aus Frankreich in diese Region. 1890 gründeten sie hier, auf Initiative des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem, ihre erste Niederlassung und erwarben Land sowie bestehende Gebäude in der Umgebung.
Was die Mönche vorfanden, war karg und kaum erschlossen. Mit Geduld und Ausdauer kultivierten sie die Hügel. Sie pflanzten Olivenbäume und Weinstöcke, errichteten einfache Gebäude und legten damit den Grundstein für das, was Latrun bis heute ausmacht: eine Verbindung aus geistlichem Leben und harter körperlicher Arbeit. Das Kloster wurde „Unserer Lieben Frau der Sieben Schmerzen“ geweiht – ein Name, der im Rückblick beinahe prophetisch wirkt.
Der Erste Weltkrieg brachte einen jähen Bruch. Osmanische Truppen vertrieben die Mönche, plünderten die Anlage und hinterließen Zerstörung. Als die Gemeinschaft nach Kriegsende zurückkehrte, begann sie erneut – ohne große Worte, aber mit derselben Entschlossenheit wie zuvor.
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