Premierminister Netanjahu wird im Ausland gern als Rechter oder gar Rassist dargestellt, seine Likud-Partei sogar als eine Art jüdische NSDAP. Nichts läge ferner. Nach den letzten Wahlen zog mit Amir Ohana der erste sich offen zu seiner Homosexualität bekennende Abgeordnete in die Knesset ein, und zwar für den angeblich so ultrakonservativen Likud.
Jetzt tritt mit Dima Tayeh eine Politikerin auf, die ebenfalls dafür sorgen könnte, dass die Likud-Partei ihren schlechten Ruf loswird. Tayeh ist nicht nur Araberin (von ihnen gibt es bereits einige im Likud), sie ist auch Muslima – und das ist neu. Wahrscheinlich teilen viele israelische Moslems Tayehs Ansichten, aber bisher wagte niemand, so konsequent Stellung für Israel zu beziehen und sich sogar in einer dem rechten Spektrum zuzuordnenden Partei zu engagieren. In den Augen Benjamin Netanjahus ist sie eine starke Führungspersönlichkeit.
Es ist wirklich nicht gerade einfach für die junge Frau aus Kafr Manda, einem Dorf im Norden des Landes. Ihre eigene Familie wirft...
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