Für die militärische Strategie war Gott selbst verantwortlich. Es gab keine bereitstehende Armee – wenn Israel in den Krieg ziehen musste, goss Gott seinen Geist über dem Richter aus, und dieser sammelte Freiwillige. Jeder Sieg auf dem Schlachtfeld war ein Wunder, denn mit einem Heer aus zusammengetrommelten Freiwilligen ist es fast unmöglich, mächtige Truppen aus professionellen Soldaten zu besiegen. Der Sieg der Kinder Israel war immer von der Beziehung zu Gott abhängig. Sündigte das Volk, ließ Gott Niederlagen zu. Unter diesen Umständen nahm man im Volk wahr, dass außerhalb andere Regierungssysteme existierten, die vermeintlich besser waren. Die anderen Völker konnten über sich selbst bestimmen, ihr Leben war nicht vom Wohlverhalten gegenüber Gott abhängig. Und so forderte Israel auch für sich einen König. Das Volk, das zum Licht für die Völker bestimmt war, wollte wie alle anderen Völker leben.
Genau wie damals, will das Volk Israel auch heute wie alle anderen Völker sein. Fromme Juden sehen in so einer Haltung die Gefahr, dass dadurch das Licht...
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