Den Komponisten Kurt Weill verbinden viele zunächst mit Bertolt Brecht. Durch dessen Dreigroschenoper zog Weill erstmals Aufmerksamkeit auf sich. Die Moritat von „Mackie Messer“ ist wohl das bekannteste Musikstück dieser Oper. In Deutschland mag der Komponist im Schatten des Dichters Bertold Brecht gestanden haben, dabei zeichnete sich seine Musik durch erstaunliche Vielseitigkeit aus. Die Musik Weills wurde von den verschiedenen Ländern seiner Lebensstationen geprägt und verband Avantgarde und Assimilation.
Kurt Weill wurde am 2. März 1900 in Dessau als Sohn jüdischer Eltern geboren. Sein Vater war Kantor der Synagoge. Im Alter von fünf Jahren begann er mit dem Klavierspiel. Mit 18 begann er das Studium an der Hochschule für Musik in Berlin. Zwei Jahre später wurde er Kapellmeister in Lüdenscheid.
1927 begann seine Zusammenarbeit mit Brecht, die Dreigroschenoper entstand ein Jahr danach. Weill verarbeitete in seiner Musik zeitgenössische Tanzmusik. Nicht alle waren mit seiner Musik einverstanden, besonders unter Komponisten löste sie ein geteiltes Echo aus.
Nach der Machtergreifung der Nazis musste Weill nach Paris fliehen. Dort komponierte er für das Theater des...
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