Nach seinem Tod 1994 ernannte die Chabad Bewegung keinen Nachfolger, vor allem, weil er kinderlos war. Eine Biographie auf der Chabad-Webseite nennt ihn eine der außergewöhnlichsten jüdischen Persönlichkeiten der Moderne: „Für tausende Anhänger ist er weiterhin ihr Rebbe. Er ist sicherlich die Person, die mehr als alle anderen das Erwachen des Bewusstseins und der Spiritualität im Judentum gefördert hat.“
S chneerson war tatsächlich einzigartig, aber der Glaube einiger Anhänger, er sei der Messias gewesen, wirft ein etwas negatives Licht auf die Bewegung. Der jüdische Gelehrte David Berger bezichtigt Chabad sogar des Götzendienstes, weil es den Rebben wie Jesus darstelle, denn ihm würden göttliche Fähigkeiten zugesprochen und man glaube an seine Auferstehung.
Wenn man sich bei Chabad jedoch nur auf das messianische Thema konzentriert, lässt man Wichtiges außen vor. Viele Juden, die nichts mit der Organisation oder dem Judentum zu tun hatten, suchten den Rebben für einen Segen oder einen Rat auf. Ob trauernde Witwe oder Staatsführer – ein Treffen mit dem Rebbe wurde vielen zum Höhepunkt...
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