Während die Zusammenarbeit israelischer und palästinensischer Unternehmen in Judäa und Samaria problemlos läuft und von allen Beteiligten begrüßt wird, sieht es im Hinblick auf wirtschaftliche Kooperationen mit Palästinensern im Gazastreifen weit schwieriger aus. Die Hamas schränkt wirtschaftliche Beziehungen zu Israel stark ein, und auch Israel toleriert Handel mit Gaza nur teilweise.
Im Zeitalter des Internets können für beide Seiten lukrative Handelsbeziehungen jedoch relativ einfach geknüpft werden. Ein Beispiel dafür ist die israelische Hightech-Firma Innitel, die scheinbar schon seit mehreren Jahren einen Zulieferer aus Gaza hat, der hochspezialisierte Teile für Endproduktion in Israel liefert.
Die gute und günstige Arbeit aus dem Gazastreifen hat sich in der Hightech-Welt Israels mittlerweile herumgesprochen. Immer mehr kleine Firmen kaufen Produkte und Dienstleistungen im Gazastreifen ein, zu Lasten der Konkurrenz in Osteuropa oder Indien.
Eine der größeren israelischen Technologiefirmen, Mellanox, beschäftigt sogar zehn Mitarbeiter direkt in Gaza und plant, diese Zahl zu verdoppeln. Die palästinensische Firma bleibt ungenannt, die Gehaltszahlungen werden über eine Firma im Westjordanland abgewickelt.
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