Eine Schlagzeile und der Bericht des Nachrichtenportals der britischen Tageszeitung „The Guardian“ bezüglich der gestrigen Ereignisse lösten in Israel heftige Kritik aus. Die britische Zeitung erwähnte die beiden beim Terroranschlag bei Givat Assaf getöteten israelischen Soldaten im Zusammenhang mit zwei von israelischen Sicherheitskräften erschossenen Terroristen.
„ Zwei Israelis und zwei Palästinenser bei Auseinandersetzungen in der Westbank getötet“, lautete die Überschrift. Darunter stand geschrieben: „Zwei Israelis wurden an einer Bushaltestelle erschossen, nachdem israelische Sicherheitskräfte zwei Palästinenser getötet hatten.“
Two Israelis and two Palestinians killed in West Bank violence https://t.co/eq0TPTGtyy
— The Guardian (@guardian) 13. Dezember 2018
Erst danach wurde im Bericht erwähnt, dass die “zwei Palästinenser in Folge der letzten Anschläge getötet wurden, bei denen drei Israelis ums Leben kamen, darunter auch ein Baby, bevor es geboren wurde.“
Die Berichterstattung der Zeitung löste vor allem bei Israelis eine Welle der Entrüstung aus wie man es bei den Kommentaren unter der Meldung lesen konnte.
Auch der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emmanuel Nahshon, reagierte auf die Überschrift des Artikels und schrieb auf seinem Twitterkonto: Eine abscheuliche Schlagzeile, zynisch und manipulativ, die Opfer mit Mördern vergleicht. Ändert diese Überschrift sofort!!!”
Two Israelis and two Palestinians killed in West Bank violence | World news | The Guardian This title is outrageous, cynical and manipulative, comparing victims and murderers . @guardian – CHANGE THIS TITLE IMMEDIATELY!!!!@israelmfa@israelinuk https://t.co/NWH1JKe15b
— Emmanuel Nahshon (@EmmanuelNahshon) 13. Dezember 2018
Die Zeitung weigerte sich allerdings, die Überschrift ihres Artikel zu ändern, wie Emmanuel Nahshon später auf Twitter beichtete.
Auch die israelische Botschaft in London wandte sich an die britische Zeitung und beschwerte sich über die Formulierung des Artikels.
Es ist nicht neu, dass ausländische Medien über die Ereignisse in Israel auf eine andere Art und Weise berichten, tatsächliche Ereignisse werden so erzählt, dass der Leser einen anderen Eindruck von der Situation bekommt.
(Foto vom Anschlagsort: Hadas Parush/Flash90)




