Die Palästinensische Autonomiebehörde sieht es nicht gerne, wenn Araber Land an Juden verkaufen. Im vergangenen Monat wurde ein Araber mit amerikanischer Staatsbürgerschaft festgenommen, weil er Eigentum an Juden verkauft haben soll. An Freitag wurde ein weiterer Araber dafür „betraft“, dass er Grundstücke an Juden verkauft.
Ahmed Salame wurde am Freitag in der israelisch-arabischen Stadt Jaljulia erschossen. Er war in seinem Auto unterwegs, als er von Unbekannten aus unmittelbarer Nähe erschossen wurde.
Salame stammte ursprünglich aus dem Dorf Biddya, das sich in dem Gebiet der Palästinensischen Autonomiebehörde befindet. Schon in den achtziger Jahren floh die Familie nach Kalkilia, nachdem sein Vater beschuldigt worden war, Land an Juden zu verkaufen. Die Flucht half dem Vater nicht, er wurde später ermordet. Danach floh sein Sohn Ahmed in die israelische arabische Stadt Jaljulia. Er erhielt die israelische Staatsbürgerschaft, der er eine israelische Frau geheiratet haben soll. Die Palästinensische Autonomiebehörde ist jedoch der Meinung, er habe die Staatsbürgerschaft bekommen, weil er ein Kollaborateur gewesen sei.
Salame setzte die Geschäfte seines Vaters demonstrativ fort und kaufte Grundstücke, um sie dann an Juden weiterzuverkaufen. Er sprach sich immer für Israel aus und machte sich dadurch viele Feinde.
Nun traf ihn dasselbe Schicksal wie seinem Vater 30 Jahre vorher. Vor seinem Tod soll Salame ein Video veröffentlicht haben, in dem er sich für Israel ausgesprochen hatte.Unter anderem sagte er: „Bewohner der Westbank, ich schwöre bei Gott, dass es den Juden besser geht … allen, die an ihrem Nationalismus festhalten, hört aufmerksam zu – der Staat Israel existiert, Ihr könnt machen, was Ihr wollt, aber Ihr könnt die Geschichte nicht ändern. Man kann sagen, ich bin Agent oder Mitarbeiter. Wer Land jenseits des Zauns [im „Westjordanland“] besitzt und nicht an den Verkauf denkt, wird dasselbe erleben wie [palästinensische] Flüchtlinge, die immer noch die Schlüssel in der Hand haben [für ihre alten Häuser] und der UN und der UNRWA glauben. Ich bin bereit, überall am Zaun Land zu kaufen.“
In den Netzwerken wurde der Tod von Ahmed Salameh von vielen Arabern gefeiert. Das sei das Schicksal von Verrätern, Agenten und Maklern des heiligen Landes.
In seinem Heimatdorf Biddye zeigte man sich glücklich über den Mord an Ahmed Salame. Sein Tod sei eine wunderbare Nachricht.




