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Israel Heute Morgen

Im Radio redet man heute nur über ein einziges Thema, einer Operation, die schon 10 1/2 Jahre zurückliegt und den Namen „Mechutz LaKufsa“ bekam – übersetzt in etwa „über den Tellerrand hinaus“. Um was es da ging? Das sage ich Ihnen gleich nach dem ganz kurzen Wetterbericht für heute. In der nächsten Woche wird übrigens die Badesaison eröffnet.

Guten Morgen liebe Leser!

Was ist das heute schön draußen! Angenehme Luft, blauer Himmel und wärmende Sonnenstrahlen, was braucht man mehr? Das Wetter ist jetzt nicht mehr so aufregend, daher ist der heutige Wetterbericht wohl einer der kürzesten überhaupt. Im Radio redet man heute sowieso nur über ein einziges Thema, einer Operation, die schon 10 1/2 Jahre zurückliegt und den Namen „Mechutz LaKufsa“ bekam – übersetzt in etwa „über den Tellerrand hinaus“. Um was es da ging? Das sage ich Ihnen gleich nach dem ganz kurzen Wetterbericht für heute.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter mit einem leichten Anstieg der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 25 Grad, Haifa 24 Grad, Tiberias am See Genezareth 29 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 33 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -213.45 m unter dem Meeresspiegel.

Schon auf meinem Weg zum Bus wunderte ich mich, dass es schon vor 6 Uhr morgens eine Sondersendung im Radio gab. Ich hörte zunächst nur, wie der Sprecher ein dreistündiges Programm zur Operation “Mechutz LeKufsa” ankündigte. Hatte ich etwas verpasst in der Nacht? Das war mein erster Gedanke, doch dann, nachdem ich mir die Zeitung “Jediot Achronot” wie jeden Morgen am Eingang zum Bahnhof genommen hatte (sie wird an Bahnhöfen gratis verteilt, als Antwort auf die Gratiszeitung “Israel Hayom”), verstand ich, um was es ging.

Die Zeitungen befassen sich heute fast nur mit einem Thema, der Operation „Mechutz LaKufsa“, der Zerstörung des syrischen Kernkraftwerks vom 6.9.2007 (Jediot Achronot und Israel Hayom)

Ich erinnere mich an die Berichte der Zerstörung des Kernreaktors in Syrien. Israel hatte sich, wie so oft, nicht zu den Gerüchten geäußert, hinter der Zerstörung des Kernreaktors in Syrien zu stehen. Doch hier in Israel zweifelte eigentlich niemand daran, dass dies eine Operation der israelischen Luftwaffe war. Im Jahr 2012 erschien das Buch „Schattenkriege“, in dem es um den Mossad und den israelischen Geheimdiensten geht. Die Zeitung „Haaretz“ hatte im Jahr 2012 einen Artikel veröffentlicht mit Auszügen aus dem Buch, in dem es um die Zerstörung des Kernkraftwerks ging. Recht genau wird dort die Sorge Israels bezüglich eines syrischen Kernkraftwerks beschrieben, das mit Hilfe Nordkoreas entstand. Man befürchtete, dass Syrien schon im Jahr 2008 das erste arabische Land sein könnte, das im Besitz von Atomwaffen sein würde. Das Buch beschreibt Gespräche zwischen dem damaligen Ministerpräsidenten Olmert und dem Mossad-Chef Dagan. Sogar das Datum des Angriffes, der 6. September 2007, wurde dort erwähnt. Daher fand ich es heute schon etwas komisch, dass aus dem offiziellen Geständnis von Israel, das Atomkraftwerk in Syrien angegriffen zu haben, so eine große Sache gemacht wird mit Sondersendungen im Radio und Fernsehen und zig Seiten in den Tageszeitungen. Nun gut, es mag daran liegen, dass jetzt eben alle Protokolle von damals und Gespräche veröffentlicht wurden, Piloten, die damals an der Operation teilgenommen hatten, können nun von ihrem Erlebnis berichten. So gibt es einen Artikel, in dem ein Pilot sein Gefühl beschreibt, wie es war, sich von seiner Familie und der kleinen Tochter zu verabschieden vor einer so wichtigen Operation. Die gelungene Operation war sehr wichtig für die Sicherheit Israels. Wir müssen uns bei den tapferen Piloten bedanken, für sie ist es bestimmt etwas ganz besonderes, nicht mehr mit diesem Geheimnis leben zu müssen. Wir können stolz auf sie sein und uns darauf verlassen, dass Israel auch weiterhin für die Sicherheit seiner Bürger sorgen wird, die Iraner in Syrien seien gewarnt. Mehr zu der Operation „Über den Tellerrand hinaus“ später in den Meldungen.

Und jetzt noch etwas Nettes. Ende der nächste Woche feiern wir Pessach. Morgen beginnen die Pessachferien in den Schulen, es sind nach den Sommerferien die längsten Ferien des Schuljahres, zweieinhalb Wochen. Diesmal beginnt Pessach recht früh und normalerweise wird die Badesaison immer erst Mitte April eröffnet. Doch wegen der frühen Ferien und Feiertage wird in diesem Jahr wieder eine Ausnahme gemacht und nicht weniger als 69 Strände im Land für die Besucher eröffnet, darunter auch 22 Strände am See Genezareth. Die Strandsaison kann beginnen.

Ein kleiner Vorgeschmack: Der Dolphinarium Strand in Tel Aviv, ist nur einer von vielen schönen Stränden Israels. Wann kommen Sie?

Und jetzt wünsche ich Ihnen einen wunderbaren und angenehmen Mittwoch, ich hoffe, es ist Ihnen nicht zu kalt dort, wo Sie sich gerade aufhalten. Wenn ja, dann kommen Sie zu uns, es wird immer wärmer. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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