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Israel Heute Morgen

Er ist da, der Sturm. Heute ist ein Tag, an dem man lieber zuhause bleibt. Es werden Sturmböhen mit Windgeschwindigkeiten um bis zu 90 Stundenkilometern erwartet. In Jerusalem türmten sich gestern wieder die Müllberge. Die Stadt verlangt, dass die Regierung ihrer Verpflichtung gegenüber Jerusalem als Hauptstadt nachkommt und den jährlichen „Hauptstadt-Zuschuss“ überweist.

Guten Morgen liebe Leser!

Er ist da, der Sturm. Heute ist ein Tag, an dem man lieber zuhause bleibt. In Herzlia mussten zwei Autofahrer aus einer 60 Zentimeter hohen Riesenpfütze geborgen werden, sie steckten dort mit ihrem Auto fest. In Tel Aviv hat man den Strand bereits gestern mit Sandwällen abgesichert, sie sollen die meterhohen Wellen aufhalten. Es werden Sturmböhen mit Windgeschwindigkeiten um bis zu 90 Stundenkilometern erwartet. Ein stürmisches Wochenende und Shabbat liegen vor uns.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Regenfälle, Gewitter und sehr starke Winde vom Norden bis zum Negev. Gefahr von Überflutungen im Küstengebiet und in den Wadis im Osten und Süden. Schneefall auf dem Hermon-Berg. Für die Jahreszeit zu kalt. Auch in der kommenden Nacht bleibt es stürmisch mit Regenföllen, Gewittern und der Gefahr von Überschwemmungen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 9 Grad, Tel Aviv 15 Grad, Haifa 14 Grad, Tiberias am See Genezareth 15 Grad, am Toten Meer 18 Grad, Eilat am Roten Meer 18 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen halben Zentimeter gestiegen und liegt jetzt bei -214.355 m unter dem Meeresspiegel.

Die Müllberge, die sich vor genau einem Jahr in den Straßen Jerusalems aufhäuften und auch den Straßenbahnverkehr erheblich behinderten, sind auch in diesem Jahr wieder da. Wie schon in den Jahren zuvor streitet sich die Stadt Jerusalem mit dem Finanzministerium um den jährlichen Zuschuss, einem sogenannten “Hauptstadt- Bonus”. Man habe noch immer nicht alle Zahlungen aus dem letzten Jahr erhalten. An der Saitenbrücke am Eingang der Stadt ist ein riesengroßes Schild angebracht worden (siehe Foto), auf dem steht: “Jerusalem ist nicht weniger wert” und “Kachlon ist gegen Jerusalem”.

In Jerusalem gibt es wieder einmal Müllberge (Foto: Hadas Parush/Flash90)

Ehrlich gesagt, ich verstehe diesen Streit nicht. gerade jetzt, nach der Anerkennung Jerusalems als die Hauptstadt Israels, kann es nicht sein, dass die Stadt von der eigenen Regierung vernachlässigt wird. Und genau dass wird Finanzminister Kachlon vorgeworfen. “Kachlon, ‘netto’ gegen die Familien”, lautet das zweite Schild. Das Wort “Netto” wurde von seinem groß angekündigtem Programm “Netto Familie” übernommen. Bei diesem Programm sollen die Preise für einige besonders für Familien wichtigen Waren wie Kinderkleidung, Schuhe, Mobiltelefone und andere Geräte durch Erlassung der Kaufsteuer gesenkt werden. Die Stadt wirft ihm vor, Jerusalem zu vernachlässigen und nicht den Versprechungen zufolge zu behandeln. Warum man jetzt wie im letzten Jahr wieder mit der Jerusalemer Stadtverwaltung um den jährlichen Zuschuss streitet, ist mir unklar. Was soll man von der Welt erwarten, wenn die eigene Regierung die Hauptstadt Jerusalem vernachlässigt. So wählte Bürgermeister Nir Barkat wieder die Müllberge als Druckmittel für die Regierung. Ob das jetzt so gerecht ist für die Bürger die Stadt, die für ihre nicht niedrigen Stadtsteuern eine saubere Stadt erwarten? Man hofft auf ihr Verständnis, schon vor mehreren Wochen gab es überall in der Stadt und auch auf Bussen Schilder, auf denen auf das problem aufmerksam gemacht wurde. Ich hoffe, dass sehr schnell eine Lösung gefunden werden kann und sich Jerusalem dann wieder von seiner besten Seite zeigen wird, wie es die Hauptstadt des Staates Israel verdient.

Und nun wünsche ich Ihnen ein angenehmes Wochenende und einen gesegneten Shabbat. Und in Israel wünsche ich ganz viel Regen und wenig Sturmschäden. Machen Sie es gut.

Shabbat Shalom!

Dov

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