Guten Morgen liebe Leser!
Wir hatten ein sehr sommerliches Wochenende, doch damit scheint es heute vorbei zu sein. Heute früh war der Himmel bedeckt und die Luft war sehr feucht. Die Wolken haben sich jetzt allerdings aufgelöst und hier in Jerusalem scheint momentan die Sonne, doch ab morgen soll es „winterlich“ werden, mit Regen, Gewitter und Überschwemmungen. Eine neue Woche beginnt.
Und hier ist das Wetter für heute in Israel:
Teilweise bewölkt mit der Möglichkeit von leichtem Regen in Norden und an der Küste. Deutlicher Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 21 Grad, Tel Aviv 23 Grad, Haifa 22 Grad, Tiberias am See Genezareth 26 Grad, am Toten Meer 28 Grad, Eilat am Roten Meer 27 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist unverändert und liegt bei -214.31 m unter dem Meeresspiegel.
Und nun einen Blick auf die heutigen Titelseiten der Tageszeitungen, um zu sehen, über was man hier in Israel heute sprechen wird. Es ist immer wieder interessant zu sehen, wie unterschiedlich jede Zeitung ihre Schlagzeilen für die erste Seite wählt.

Beginnen wir mit der Zeitung Maariv. Dort widmet sich die Hauptschlagzeile mit dem Friedensplan von US-Präsident Donald Trump- Demnach soll ein palästinensischer Staat gegründet werden, doch Jerusalem soll vorerst nicht Teil des Plans sein, auch sollen keine Siedlungen geräumt werden. Dies wird allerdings sowohl vom Weisen Haus als auch vom Büro des israelischen Ministerpräsidenten abgestritten. Auf welche Quellen bezieht sich also diese Meldung? Auch glaube ich nicht, dass die Palästinenser von dieser Idee begeistert werden. Ein Blick in die Zeitung zeigt dann, dass man im Weissen Haus über verschiedene Möglichkeiten nachdenkt, eine Lösung zu finden. Es gebe jedoch nocj pberhaupt keine Entscheidung, auch wolle man keiner Seite etwas aufzwingen, sagte man dort. Eine etwas voreilige Überschrift also, die vielleicht zum Nachdenken anregen soll. Eine weitere Überschrift beschäftigt sich mit der Bitte des Mörders von Itzhak Rabin, Igal Amir, um einen erneuten Gerichtsprozess. Dies habe seine Frau in einem Post im Internet veröffentlicht. Warum er darum bitten soll, ist unklar. Aus Regierungskreisen wurde laut, dass Igal Amir bis zu seinem Lebensende in Gefängnis zu bleiben habe. Eine dritte Meldung befasst sich mit dem libanesischen Ministerpräsidenten, der ist in Frankreich eingetroffen, auf Einladung des französischen Präsidenten.
Die Zeitung Jediot Achronot beschäftigt sich auf ihrer Titelseite mit ganz anderen Themen. In der Hauptschlagzeile geht es um einen Gesetzentwurf, der die die Befugnisse des Staatskontrolleurs einschränken soll. Das Gesetz soll verhindern, das der Kontrolleur aus eigener Initiative heraus Verdächtigungen nachgehen kann. Das klingt etwas problematisch. In der obersten Überschrift wird gemeldet, dass ein Fahrschüler bald nur noch drei Tage warten muss, bis er eine Fahrprüfung machen kann. Bis jetzt waren die Wartezeiten deutlich länger ,sie betrugen Wochen. Und es geht natürlich nicht ohne eine Schlagzeile mit dem Thema der sexuellen Belästigung. Diesmal wird der ehemalige Ministerpräsident Ehud Olmert, der vor nicht langer Zeit seune Gefängnisstrafe abgesessen hatte, von einer Journalistin beschuldigt, sie vor 10 Jahren, als sie am Israelischen Fernsehen arbeitete, belästigt zu haben. Er habe sie an die Wand gedrückt. Olmert streitet das natürlich ab. Mal sehen, wer als nächster an der Reihe ist. Eine letzte Meldung beschäftigt sich mit einem Schachturnier, das im kommenden Monat in Saudi Arabien stattfinden wird, vielleicht erstmals mit israelischer Beteiligung, dazu später mehr.
Und nun zur Zeitung Israel Hayom. Dort geht es zunächst um die Drohung von US-Präsident Trump, das Büro der Palästinensischen Autonomiebehörde in Washington zu schließen. Dies kann zu einer Krise in den Beziehungen beider Seiten führen. Hintergrund dieser Drohung ist die Aufforderung von Palästinenserchef Mahmud Abbas an den Internationalen Gerichtshof in Den Haag, Israelis anzuklagen. Sollten die Palästinenser innerhalb von drei Monaten nicht mit Friedensgesprächen beginnen, sollen ihre Büros in der US-Hauptstadt geschlossen werden. Mal sehen, wie sich das jetzt weiterentwickeln wird. Eine weitere Schlagzeile beschäftigt sich mit der angespannten Lage im Norden des Landes, dort soll sich die Hisbollah auf einen eventuellen israelischen Angriff vorbereiten. Unten auf der Titelseite wird über die Auto-Attacke vom Freitag berichtet. Dann gibt es noch eine kleine Meldung über den angesagten Regen, der die Landwirtschaft retten soll. Wir brauchen den Regen wirklich sehr dringend, so schön das Wetter auch war in den letzten Tagen
Und nun beginnen wir eine neue Arbeitswoche. Gerade ist unsere Dezember-Ausgabe in den Druck gegangen, da sind schon jetzt mit der Vorbereitung für die nächste Ausgabe beschäftigt. Die Januar 2018 Ausgabe soll Sie, liebe Leser, noch vor Weihnachten erreichen.
Ich wünche Ihnen noch einen angenehmen und ruhigen Sonntag, machen Sie es gut.
Shalom aus Jerusalem!
Dov




