Israel

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Israel Heute Morgen

Gestern soll hier bei uns in Israel die Erde gebebt haben. Ein paar Worte über den gestrigen Tanz der Lampenschirme in Israel, die Gefahren eines Erdbebens, ein Programm zur Stärkung älterer Wohnhäuser, das Ende des Streiks der Lehrer und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Gestern soll hier bei uns in Israel die Erde gebebt haben. Ich habe davon allerdings nichts mitbekommen. Die Meldung kam gegen 21 Uhr. “ Ein Erdbeben wurde im ganzen Land gespürt“, „Das ganze Haus wackelte, ich hatte Angst“, waren die Schlagzeilen, die ich las. Ich wunderte mich, was für ein Erdbeben. Auch meine Familie hatte nichts davon mitbekommen. Auf YouTube konnte man dann einige Videos sehen, von Bürgern, die ihre Erlebnisse von Beben mit anderen teilen wollten. Eigentlich war es mehr eine Ausstellung für Lampenschirme.

Eine Zusammenfassung des Erdbebens gestern in Israel, welche Lampe ist am schönsten?

Aber nun Spaß beiseite. Des Zentrum des gestrigen Bebens lag an der Grenze zwischen dem Iran und dem Irak. Die Stärke soll bei 7.2 gelegen haben. Wir sollten froh sein, dass bei uns nur ein paar Lampen getanzt haben. Das letzte Beben, dass ich selbst verspürt hatte, war vor ungefähr 12 Jahren. Ich war gerade im 7 Stock eines Krankenhauses, als ich das Wackeln des Bodens bemerkte. Es war ein Beben der Stärke 5.1. Und dann war da noch das Beben von 1995, von dem besonders die Stadt Eilat betroffen war. Es gab Risse in einigen Straßen, die Wand eines Hotels wurde leicht beschädigt. In Jerusalem wackelte der Fernseher, der an der Wand in meinem Büro im Gebäude des Israelischen Fernsehens hängte. Da sich Israel am sogenannten Großen Afrikanischen Grabenbruch befindet, muss man hier bei uns immer für Erdbeben bereit sein. Statistisch gesehen wäre das nächste Beben schon überfällig, denn das letzte richtig starke Beben liegt schon lange zurück, es war das Erdbeben von Jericho 1927. Daher werden regelmässig Übungen veranstaltet, um die Bevölkerung auf die Gefahr eines starken Erdbebens aufmerksam zu machen.

Vorbereitungen auf ein Erdbeben

Es gibt hier noch sehr viel zu tun, viele alte Gebäude müssen noch erdbebensicher gemacht werden, wenn ich da an die Wohnhäuser denke, die auf Säulen stehen, ob die ein starkes Beben aushalten können? Diese Gebäude wurden in den siebziger Jahren gebaut, als man schnell neuen Wohnraum schaffen musste. Heute soll es im ganzen Land um die 10.000 bis 16.000 dieser Wohnhäuser geben, in denen eine Million Menschen wohnen. Es gibt ein Projekt der Regierung, das den Bau zur Verstärkung der alten Gebäude unterstützt, es nennt sich TAMA 38, aber bis alle Häuser in Israel erdbebensicher sein werden wird wohl noch eine lange Zeit vergehen.

Und nun zum Wetter für heute. Der Novembersommer, wie ich ihn nenne, ist noch immer bei uns, von Regen keine Spur. Heute früh war es recht windig, aber noch immer relativ warm. Meine Jacke ist wieder zuhause geblieben. Heute soll es noch einmal warm werden, bei uns in Modiin können sogar 30-32 Grad erreicht werden, verrückt. Und damit nicht genug. Auch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen noch etwas steigen.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Teils heiter, teils wolkig mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Weiterhin für die Jahreszeit zu warm und trocken. Starke, östliche Winde am Vormittag im Norden und in den Bergen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 24 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 27 Grad, Tiberias am See Genezareth 31 Grad, am Toten Meer 31 Grad, Eilat am Roten Meer 29 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -214.30 m unter dem Meeresspiegel.

Unser Sohn ist heute wieder in die Schule gegangen. Die Regierung scheint der Lehrergewerkschaft entgegengekommen zu sein und die Gewerkschaft ist etwas flexibler in ihren Forderungen geworden. Und das ist auch gut so. Denn es stehen wichtige Prüfungen an. So hat sich unser Sohn auch überhaupt nicht beschwert, dass er heute wieder früh aufstehen musste. Auf was sich die Lehrer nun mit der Regierung einigen werden, ist noch nicht klar. Man wolle heute das Angebot untersuchen. Neue Lehrer sollen nun deutlich mehr im Monat bekommen, aber auch die dienstälteren Lehrer werden nun wohl nicht nur 60 Shekel (15 Euro), sondern ein paar hundert Shekel mehr im Monat bekommen. Viel Erfolg.

Außer vom Erdbeben spricht man hier bei uns weiterhin von der Affäre der Haushaltshilfe der Familie Netanjahu, dem Rechtsanwalt Netanjahus zufolge sei die ehemalige Haushaltshilfe eine Lügnerin, dann geht es weiter um die sogenannte Akte 3000, dem U-Boot Geschäft mit Deutschland und dem Austausch von Drohungen zwischen Israel und dem Islamischen Djihad bezüglich einer Reaktion auf die Tunnelzerstörung. Also, nichts neues, alles wie immer.

Und nun wünsche ich Ihnen einen angenehmen und erfüllenden Montag und einen guten Beginn der Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem

Dov

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Patrick Callahan

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