Der Generalsekretär der Vereinten Nationen Antonio Guterres ist heute von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu empfangen worden. Netanjahu begrüßte Guterres und sagte, es sei kein Zweifel daran, dass die Beziehungen zwischen Israel und der UNO sehr gestört waren und die UNO obsessiv gegen Israel gehandelt hätte. Netanjahu sprach seine Hoffnung aus, dass der Generalsekretär bei seinem Besuch die Gelegenheit haben wird, zu sehen, dass Israel ein sehr fortschrittliches Land mit einer stabilen Demokratie sei.
Auch erwähnte er die Aufgabe der UNO im Libanon, Waffenschmuggel an die Hizbollah zu verhindern, aber nicht eine der zigtausenden geschmuggelten Waffen seien von der UNIFIL gemeldet worden. Netanjahu hofft, mit Guterres ein neues Blatt in den Beziehungen mit den Vereinten Nationen aufschlagen zu können.
Danach sprach Guterres.
Hier eine Übersetzung seiner Rede:
„Ich begann meinen Besuch heute früh in Jad Vashem. Dies gab mir nicht nur die Gelegenheit, die Ausmaße des schlimmsten Verbrechens der Menschheitsgeschichte zu begreifen, sondern auch, um zu sehen, wie viel dies den Formen von Verfolgung und Diskrimination des Jüdischen Volkes zusammenhängt, was wir heute Antisemitismus nennen.
In der Tat ist mir klar, dass, wenn man sagt, Israel hat nicht das Recht auf Existenz, oder man die Zerstörung Israels verlangt, dass es sich hierbei um eine nicht zu akzeptierende moderne Form des Antisemitismus handelt. Und Sie können sich absolut sicher sein, dass ich als Generalsekretär der UNO dem Existenzrecht das Staates Israels verpflichtet bin, dem Recht, in sicheren Grenzen zu existieren.
Als Generalsekretär der Vereinten Nationen ist es, so glaube ich, meine Pflicht, ein Botschafter des Friedens zu sein. Und das bedeutet auch, gerecht zu sein, alle Staaten müssen gerecht behandelt werden. Und so wird auch weiterhin verfahren werden. Zu meiner Zeit als Premierminister von Portugal war ich Zeuge wichtiger Momente in den Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern . So erinnere ich mich zu der Zeit des damaligen Ministerpräsidenten Ariel Sharon an ein Treffen in meinem Büro zwischen dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten Shimon Peres und Jasser Arafat.
Ich hatte immer den Traum, das Heilige Land als ein Land zu sehen, in dem Jerusalem eine Stadt ist, die fest verbunden ist, sehr fest, mit drei Religionen, und das kann nicht geleugnet werden. ich habe geträumt, die Chance zu haben, im Heiligen Land zwei Staaten zu sehen, die in der Lage sein werden, in gegenseitiger Anerkennung und auch in Frieden und Sicherheit zusammenzuleben. Um das möglich zu machen, brauchen wir einerseits einen politischen Prozess mit all seinen Problemen und unterschiedlichen Positionen am Anfang, und das muss von einer bedeutenden Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Bedingungen der Palästinenser begleitet werden, um den Menschen den Glauben daran zu schenken, dass der Frieden sich lohnt.
Es stimmt, ich habe in der Vergangenheit und auch jetzt mein Empfinden geäußert, dass es einige Hindernisse gibt, eine Reihe von Hindernissen, nicht nur ein Hindernis. Ich habe mich zum Beispiel gegen die Siedlungsaktivitäten ausgedrückt, aber auch klar den Terror verurteilt, Gewalt und die Ermunterung dazu. Auch äußerte ich mich zu den Problemen durch die Trennung zwischen der Westbank und dem Gazastreifen. Für diese Reihe von Problemen braucht man einen starken Wunsch nach Frieden und muss verstehen, dass es sich hierbei um einen komplizierten politischen Prozess handelt. Daher ist es wichtig, ich sage es noch einmal, einen Gewinn für den Frieden zu geben, wie ihn Israel mit seiner ausserordentlichen wirtschaftlichen Entwicklung schon bekommen hat, auch die Palästinenser sollten die Möglichkeit haben, in diesen wirtschaftlichen und sozialen Dimensionen leben zu können.
Ich möchte damit meine Bewunderung für die Errungenschaften Israels im Bereich der Innovation und Technologie aussprechen und sagen, wie wichtig in dieser Zeit des Klimawandels der Beitrag Israel für einige Länder sein kann, in denen die Trockenheit immer mehr Bevölkerungen in die Verzweiflung bringt und sie zwingt, zu fliehen. Ich bin der Meinung, das israelische Technologie und Innovation ein wichtiger Impuls in unserer Fähigkeit, den Klimawandel zu bekämpfen, sein kann.
Zum Schluss möchte ich sagen, so, wie ich es auch in einem Brief an den Sicherheitsrat geschrieben habe, dass ich alles dafür tun werde, das UNIFIL sein Mandat vollständig ausführen wird. Ich verstehe die Sorge Israels um seine Sicherheit und ich sage es nochmal: Der Wille oder der Wunsch, Israel zu zerstören, ist absolut inakzeptabel aus meiner Sicht.“
Bild: Guterres und Netanjahu, heute im Amtssity des Israelischen Ministerpräsidenten (Foto: Alex Kolomoisky/POOL)




