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Israel Heute Morgen

Für heute haben die Meteorologen uns einen normalen Sommertag versprochen. Ein paar Worte über tragische Verkehrsunfälle der letzten Tage und der Versuch einer jüdisch-arabischen Zusammenarbeit in Judäa und Samaria für mehr Sicherheit auf den Straßen, Sorgen um die Lage auf Tempelberg und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Für heute haben die Meteorologen uns einen normalen Sommertag versprochen, mit für die Jahreszeit normalen Temperaturen. Und das habe ich auch heute früh gespürt. Sogar bei uns in Modiin wehte ein leichter kühler Wind. Der Himmel war noch mit Nebelwolken bedeckt, die sich erst auflösten, als ich mit dem Bus in Jerusalem ankam. So eine Pause von den heißen Tagen ist sehr angenehm. Aber keine Sorge, in der nächsten Woche wird es dann schon wieder wärmer mit Temperaturen von bis zu 35 Grad in Jerusalem. Aber jetzt steht erst einmal das Wochenende vor der Tür.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter bis wolkig mit einem leichten Rückgang der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 30 Grad, Tel Aviv 30 Grad, Haifa 29 Grad, Tiberias am See Genezareth 39 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 40 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen weiteren Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.495 m unter dem Meeresspiegel.

In den letzten Tagen hat es leider wieder einige sehr verheerende Verkehrsunfälle gegeben. Am Montag kamen insgesamt 4 Menschen ums Leben, darunter ein Vater mit zwei seiner Kinder. Die Familie war auf dem Weg zu einem Ferientag im Norden des Landes, zusammen mit weiteren Familienangehörigen, die hinter ihnen fuhren und mit ansehen mussten, wie eine halbe Familie in einem Augenblick der Unachtsamkeit ausgelöscht wurde. Der Vater hatte beim Einbiegen in eine Schnellstraße einen Lastwagen übersehen oder die Entfernung von ihm nicht richtig eingeschätzt. So kam es zum tödlichen Zusammenstoß. Der Vater und sein 7-jähriger Sohn starben kurz danach, die 12-jährige Tochter erlag ihren Verletzungen im Krankenhaus. Die Mutter und zwei weitere Kinder wurden mittelschwer verletzt. Ein tragisches Ende eines Ferientages. Etwas eine Stunde nach dem Unfall im Norden ist im Süden des Landes in einem weiteren schweren Unfall ein israelischer Soldat ums Leben gekommen. Er was mit seinem Wagen auf der Straße 70 mit einem Bus zusammengstoßen. Der Wagen des Soldaten hatte sich danach noch überschlagen, der 23 Jahre alte Offizier hatte keine Überlebenschance. Die Straße 70 gilt als sehr gefährlich, in den letzten zehn Jahren hat es dort um die 600 Verkehrsunfälle gegeben, bei denen 29 Menschen ums Leben kamen und mehr als 2000 verletzt wurden. Vielleicht sollte man versuchen, die Straße etwas sicherer zu machen?

Der Unfall im Süden, ein 23-jähriger Offizier kam ums Leben.

Ein weiterer schlimmer Unfall ereignete sich gestern in Samaria. Ein Minibus mit 10 Arabern war mit einem Lastwagen zusammengestoßen. Das Ergebnis war tragisch, 5 Tote. Die anderen 5 Insassen des Minibusses wurden schwer bis mittelschwer verletzt. Auch hier scheint Unaufmerksamkeit auf der Straße der Grund für den Unfall gewesen sein.

5 Tote bei eine Zusammenstoss mit einem Lastwagen in Samaria (Foto: Roter Davidstern).

Wegen der schweren Verkehrsunfälle in Judäa und Samaria, bei denen Juden wie Araber beteiligt waren, gibt es jetzt erstmals eine Zusammenarbeit zwischen den jüdischen Siedlern und der Palästinensischen Autonomiebehörde, davon wurde in der letzten Woche berichtet. Vor einigen Tagen traf sich dafür der Vorsitzende des Landkreises Samaria Yossi Dagan mit einem führenden Mitglied der palästinensischen Autonomiebehörde, um gemeinsam etwas gegen die Verkehrsunfälle, denen Araber wie Juden gleichermaßen zum Opfer fallen, zu tun. Es ginge hier nicht um Politik, sondern um Juden und Araber, die auf den Straßen ums Leben kommen, sagte der palästinensische Offizielle. Unter den Arabern würden die Autos „Särge“ genannt werden. Jetzt sei man bereit zu einer Zusammenarbeit mit den jüdischen Siedlern, um etwas gegen die Verkehrsunfälle zu unternehmen. In dem Gespräch wurden auch die schlechten Zustände der Straßen kritisiert. Verkehrsunfälle seien der Hauptfaktor für Todesfälle. Erste Zeichen der Zusammenarbeit konnte man dann etwas später an den Straßenrändern in Judäa und Samaria sehen.

Schild auf Hebräisch und Arabisch: „Juden und Araber wollen heil zuhause ankommen“ (Foto: Landkreis Samaria)

Ich hoffe, dass diese erste Zusammenarbeit Früchte tragen wird. Wir haben wirklich auch ohne die Verkehrsunfälle genug Probleme. Auch hoffe ich, dass die Spannungen um den Tempelberg jetzt diese Zusammenarbeit nicht gefährden werden, sollte sich die Situation weiter zuspitzen. Es sieht leider nicht danach aus, dass die Lage sich beruhigen wird. Es ist schon irgendwie verrückt, dass jetzt wieder Israel für die angespannte Situation verantwortlich gemacht wird. Es waren doch die Terroristen, die das alles hier ausgelöst hatten, als sie zwei israelische Polizisten am Tempelberg erschossen hatten. Eine verrückte Welt. Nun wenden sich alle an Israel. Was sollen wir denn machen? Zulassen, dass weiterhin Waffen auf den Tempelberg geschmuggelt werden können für den nächsten Anschlag?

In der Hoffnung, dass das Pulverfass uns nicht um die Ohren fliegen wird, wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen und friedlichen Donnerstag. Machen Sie es gut und fahren Sie vorsichtig!

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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