(Foto: Sebi Berens/Flash90)
Die Tageszeitung Israel Hayom hat heute in einem Artikel veröffentlicht, dass die Türkei Millionen von Dollars in Projekte in Ostjerusalem investiert hat, um damit die türkische Präsenz in Ostjerusalem und auf dem Tempelberg zu stärken.
100 Jahre seit dem Ende des Osmanischen Reichs versuchen türkische Stiftungen und Organisationen durch das Einfließen von Millionen Dollars nach Ostjerusalem der Türkei wieder eine islamische Führungsposition in Jerusalem und auf dem Tempelberg zu geben.
Einer Recherche der Zeitung zufolge stammt ein großer Teil der in Ostjerusalem investierten Gelder von der türkischen Regierung selbst, die die Organisation TIKA finanziert, eine der Organisationen, die Gelder nach Ostjerusalem einfließen lassen. Der Vorsitzende von TIKA steht dem türkischen Präsidenten Erdogan sehr nah. Erdogan selbst begrüsst und unterstützt die Aktivitäten von TIKA, unter anderem in seinen Reden gegen die israelische Kontrolle über Jerusalem.
Seit dem Jahr 2004 habe TIKA, so berichtet die Zeitung, mehrere Millionen Dollar in 63 verschiedene Projekte in Ostjerusalem finanziert. Ziel dieser Untersützung sei die „Verteidigung und Stärkung des islamischen Erbes und der Kultur in Jerusalem“. Zu den Verbündeten der Türkei in Jerusalem gehören unter anderem der Vorsitzende des nördlichen Arms der Islamischen Bewegung, Scheich Ra’ed Salach, sowie der ehemalige Mufti Jerusalems, Scheich Akram Sabri, beide bittere Feinde Israels.
Die türkische Präsenz in der Altstadt Jerusalems ist durch eine Vielzahl von türkischen Fahnen zu erkennen, wie auch die immer populärer werdende türkische Kultur. Durch die türkischen Aktivitäten in Jerusalem ist die Stellung Jordaniens in der Stadt schwächer geworden. Jordanien sollte dem Friedensvertrag mit Israel zufolge eine führende Stellung in allem, was die islamischen Stätten betrifft, haben.




