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Israel Heute Morgen

Bei uns zuhause war heute früh schon die Klimaanlage am arbeiten. Ein paar Worte und Gedanken über einen traurigen Tag gestern, dem Besuch Netanjahus und seiner Frau bei der Familie von Hadas Malka, die Situation am Damaskustor, das weiterhin auch von jungen Polizistinnen bewacht wird, in die Irre führende Überschriften und natürlich das Wetter für heute in Israel.

Guten Morgen liebe Leser!

Bei uns zuhause war heute früh schon die Klimaanlage am arbeiten. Die Hitze, die sich während des Tages im Haus staut, bleibt leider auch in der Nacht. Auch das Öffnen der Fenster macht bei Tiefstwerten von 22 Grad wenig Sinn. Dabei kommt man bei uns in Modiin noch weniger ins Schwitzen als in Tel Aviv, wo die Luftfeuchtigkeit bei 65% liegt. Da bin ich doch froh, dass sich unsere Redaktion in Jerusalem befindet. Es soll gegen Mittag mit erwarteten 31 Grad um die 3 Grad wärmer werden als in Tel Aviv, aber dafür liegt die Luftfeuchtigkeit bei nur 20%. Und das ist ein riesiger Unterschied. Morgen soll es dann wieder etwas kühler werden.

Und hier ist das Wetter für heute in Israel:

Heiter ohne grössere Veränderungen der Temperaturen. Folgende Höchsttemperaturen werden erwartet: Jerusalem 31 Grad, Tel Aviv 28 Grad, Haifa 28 Grad, Tiberias am See Genezareth 38 Grad, am Toten Meer 39 Grad, Eilat am Roten Meer 42 Grad. Der Wasserpegel des See Genezareth ist um einen Zentimeter gesunken und liegt jetzt bei -213.25 m unter dem Meeresspiegel.

Gestern war ein trauriger Tag. Den ganzen Tag hindurch wurde über den Terroranschlag vom Freitag berichtet. Es wurden Bilder von der Beerdigung des Opfers, der jungen Hadas Malka, gezeigt und vom Besuch von Ministerpräsident Netanjahu und seiner Frau bei der Familie von Hadas. Der Vater war am Boden zerstört. Welche Worte können ihn trösten? Netanjahu sagte, er und seine Frau seien gekommen, um Hadas zu ehren. Dabei erinnerte er an einen Post von Hadas auf Facebook im Februar 2016 ,wo sie ihrer Kameradin vom Grenzschutz, Hadar Cohen, ehrte, nachdem diese bei einem Anschlag am Damaskustor ermordet worden war, genau an dem Ort, wo jetzt Hadas ihr Leben gelassen hat. Ihre Worte für Hadar hätten ihn und seine Frau sehr berührt, sagte Netanjahu. Ich wünsche der Familie von Hadas viel Kraft, wie man mit dem Verlust einer Tochter zurechtkommen kann, ich weiß es nicht.

Seit dam Anschlag wird das Damaskustor sehr stark bewacht. Auch vorher wurde es natürlich bewacht, überall gibt es Sicherheitskameras, aber anscheinend ist das nicht genug. Jetzt sind dort noch mehr Grenzschutz-Polizisten anwesend und kontrollieren die Menschen, die zum Tor kommen. Auch die Polizistinnen des Grenzschutzes sind natürlich mit dabei und machen die gleiche Arbeit wie ihre männlichen Kameraden.

Grenzschutz-Polizistinnen am Damaskustor, gestern (Fotos: Hadas Parush/Flash90)

Es ist schon bewundernswert, wie diese jungen Mädchen als Kämpferinnen ihrem Land dienen, die Bürger Jerusalems beschützen. Als Mädchen muss man diesen Dienst im Grenzschutz nicht machen, diese Mädchen haben ihn freiwillig gewählt, um zusammen mit ihren männlichen Kameraden für die Sicherheit der Bürger zu sorgen. Ich kann mir die Sorge der Eltern vorstellen, besonders nach einem Anschlag. Unser Dank gilt selbstverständlich allen Polizisten und Soldaten, die ihr Leben für unsere Sicherheit gefährden. Hochachtung.

Doch wie soll es nun weitergehen? Wie kann der nächste Anschlag vermieden werden? Bis jetzt scheinen wir keine Lösung gefunden zu haben. Als erste Reaktion wurde rund 200.000 Arabern aus Judäa und Samaria die Einreise-Erlaubnis nach Israel entzogen. Für diese ist das ein schwerer Schlag, sie können hier nicht arbeiten und viele hatten Pläne für die letzte Woche des Ramadan. Das alles ist nun hinfällig. Mir ist klar, das bald wieder Stimmen aus dem Ausland geben wird, die Israel für diese Maßnahmen kritisieren werden. Auch die geplante Zerstörung der Häuser der Terroristen wird sicherlich verurteilt werden. Den Grund dieser Maßnahmen wird dann sicher ganz schnell vergessen. Mich überrascht das leider nicht. Genausowenig hatten mich die Schagzeilen unmittelbar nach dem Anschlag überrascht, wie auf der Internetseite des Times Magazins:

Hat man da noch Worte? Sicher, diese Überschrift ist nicht falsch, es sind drei Palästinenser getötet worden, nachdem eine Polizei-Offizierin niedergestochen worden war. Aber wenn man diese Überschrift nur mal schnell überfliegt, liest man erst einmal nur, dass drei Palästinenser ermordet worden sind. Das ist, was dem flüchtigen Leser in Erinnerung bleibt. Leider gibt es diese Art von Überschriften immer wieder. Der Täter wird zum Opfer gemacht. Bewusst? Es sieht so aus, auch wenn es unglaublich zu sein scheint. Eigentlich hatte ich gedacht, dass sich diese Realität nach den letzten Terroranschlägen in England ändern würde. Dort wurde ja auch nicht berichtet, dass drei Moslems auf der London Brücke getötet wurden. Verrückte Welt.

Mit Hoffnung auf eine bessere Zeit wünsche ich Ihnen nun einen angenehmen und friedlichen Montag und einen guten Start in die Arbeitswoche. Machen Sie es gut.

Shalom aus Jerusalem!

Dov

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Patrick Callahan

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