UPDATE: Zwei israelische Teenager, 16 und 18 Jahre alt, wurden am Nachmittag beim Patriarchengrab in Hebron durch Schüsse verletzt. Der 16-Jährige ist in kritischem Zustand. Ein Großaufgebot der Armee fahndet nach dem Schützen, vermutlich ein Palästinenser aus einem angrenzenden arabischen Stadtteil.
UPDATE II: Bei einem weiteren Angriff in der Nähe von Hebron ist am Abend ein 19 Jahre alter Israeli schwer verletzt worden. Ein Terrorist schoss ihm in den Oberkörper. Nach dem Täter wird gesucht.
Innerhalb weniger Minuten gab es am Freitagnachmittag zwei Terrorangriffe von Palästinensern auf Israelis. Vor einem Rami-Levy-Supermarkt in Sha’aar Binyamin, nördlich von Jerusalem, stach ein Palästinenser auf einen Israeli ein. Das Opfer,Anfang 40, erlitt schwere Stichwunden im Oberkörper. Der Terrorist floh, nach ihm wird derzeit mit einem Großaufgebot gefahndet. Wenige Minuten zuvor hatte eine 72 Jahre Palästinenserin versucht, bei Hebron einen israelischen Soldaten zu überfahren.
Als die Soldaten sahen, dass der Wagen auf sie zuraste, eröffneten sie das Feuer und verletzten die Fahrerin tödlich. Bei den Sicherheitskräften waren keine Verletzten zu beklagen.
Die Messerattacke vor dem Ramy-Levi-Supermarkt war bereits der zweite derartige Vorfall innerhalb weniger Wochen. Die Supermarktkette ist bei Israelis und Palästinensern gleichermaßen beliebt, auch das Personal setzt sich aus Juden und Muslimen zusammen. Nach der Serie von Terrorangriffen hat die Supermarktkette alle Messer aus dem Angebot genommen.
Am Vormittag hatten Palästinenser nahe Hebron Brandsätze auf Autos geworfen. Die jüdischen Insassen blieben unverletzt, aber die Fahrzeuge wurden beschädigt. Molotow-Cocktails und eine Rohrbombe flogen in der Region auf die Stellungen israelischer Soldaten, die nach Armeeangaben unverletzt blieben.
Bild: der Tatort vor dem Rami-Levy-Supermarkt. Foto: Magen David Adom




