Konflikt

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Homosexuelle Unterstützer unerwünscht

Ausgerechnet die lautesten Verfechter eines Staates Palästina sind Ultra-Liberale, die sich vehement für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Der von ihnen geforderte Staat lehnt jedoch Homosexualität strikt ab. In anderen Worten: Diese Aktivisten kämpfen für einen Staat, der die Rechte, die sie anderswo einfordern, radikal unterdrücken würde.

Ausgerechnet die lautesten Verfechter eines Staates Palästina sind Ultra-Liberale, die sich vehement für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Der von ihnen geforderte Staat lehnt jedoch Homosexualität strikt ab. In anderen Worten: Diese Aktivisten kämpfen für einen Staat, der die Rechte, die sie anderswo einfordern, radikal unterdrücken würde.

Erst jüngst hatte der renommierte palästinensische Künstler und Aktivist Khaled Jarrar eine Regenbogenfahne, das Symbol der Homosexuellen, auf die Sicherheitsmauer im sogenannten Westjordanland gemalt. Jarrar erläuterte, dass er damit auf die Umstände aufmerksam machen wolle, unter denen sein Volk unter der israelischen Besatzung lebt. Gegenüber der Nachrichtenagentur AP räumte er aber später ein, dass die wirklichen Unterdrücker der Menschenrechte aus seinem eigenen Volk stammen. Sein Werk spiegle auch das Fehlen von Toleranz und Freiheit in der palästinensischen Gesellschaft wider.

Empörte Palästinenser hatten Jarrars Regenbogen-Bemalung von der Mauer entfernt. „Es wäre eine Schande, die Flagge der Homosexuellen in unserem Flüchtlingslager zu haben“, sagte Mohammed al-Amleh, ein 46-jähriger Anwalt.

AP berichtete, dass Palästinenser, die ihre Homosexualität offen und risikofrei ausleben wollen, keine andere Möglichkeit haben, als nach Israel zu fliehen. Also in jenes Land, das beschuldigt wird, die Araber zu unterdrücken. Homosexuelle in den Palästinensergebieten müssen ihre Neigung geheim halten. In der Vergangenheit wurden dort mehrere schwule Palästinenser brutal ermordet.

Israel hingegen gilt als besonders liberal, was Schwule und Lesben angeht. An der Homosexuellen-Parade in Tel Aviv nahmen kürzlich mehr als 100.000 Menschen teil.

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Patrick Callahan

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