Fünf Abgeordnete der Partei Bündnis 90/ Die Grünen haben kürzlich ihr Treffen mit israelischen Knesset-Abgeordneten abgesagt, trafen sich aber dafür mit palästinensischen Häftlingen in israelischen Gefängnissen.
Anfänglich baten die Abgeordneten der deutschen Partei um ein offizielles Treffen mit israelischen Politikern, was schließlich vom israelischen Außenministerium vereinbart wurde. In Israel sollte den „grünen“ Politikern ein neues Umweltprojekt vorgestellt werden.
Doch kurz vor Ankunft in Israel sagte die Fraktionssprecherin der Grünen die geplanten Treffen mit den israelischen Abgeordneten ab. Als einzige Erklärung für die Absage wurde Zeitmangel angegeben.
In Israel zeigte man sich über die unbegründete Absage verärgert, denn die vereinbarten Treffen in den palästinensischen Autonomiegebieten hatten die deutschen Politiker nicht abgesagt. Zum Erstaunen Israels bestanden die Abgeordneten darauf, palästinensische Häftlinge zu besuchen, was die israelische Delegation im EU-Parlament unbedingt vereiteln wollte.
Ein Besuch Israel, der nur Besuche bei Palästinensern einschließt, führt zu falschen Verständnissen gegenüber Israel und zeigt erneut wie die Haltung europäischer Politiker gegenüber Israel ist. „Wir sind über das Verhalten der Abgeordneten der Grünen enttäuscht. Sie wollten keine israelischen Vertreter treffen und ihre politischen Ansichten nur auf Basis der palästinensischen Perspektive gründen“, sagte der Sprecher des israelischen Außenministeriums, Emanuel Nachschon. „Daher sollte man sich nicht wundern, wenn das Europa-Parlament danach gegen Israel abstimmt, ohne die Fakten vor Ort zu kennen.“
Dies ist nicht das erste Mal, dass europäische Politiker ihre vereinbarten Treffen in Israel absagen und sich nur auf die palästinensische Sichtweise im israelisch-palästinensischen Konflikt konzentrieren.




