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Griechisch-israelische Beziehungen bleiben stark

Als die neue Regierung in Athen gewählt wurde, ist Israel darüber besorgt gewesen, dass sich die Beziehungen der beiden Länder verschlechtern könnten, denn linksgerichtete Politiker haben oft keine große Sympathie für den jüdischen Staat.

Als die neue Regierung in Athen gewählt wurde, ist Israel darüber besorgt gewesen, dass sich die Beziehungen der beiden Länder verschlechtern könnten, denn linksgerichtete Politiker haben oft keine große Sympathie für den jüdischen Staat.

Bei einem Besuch der Bar-Ilan-Universität in Tel Aviv erklärte der griechische Israelexperte Aristotle Tziampiris, dass sich der Kern der Beziehungen der Länder nicht verändern werde. Als Kern definierte Tziampiris die Bereiche Tourismus, Militärsicherheit, Wirtschaft und Energie.

„In diesen Kernbereichen werden wir weiterhin zusammenarbeiten, auch wenn wir bei der Palästinenserfrage verschiedene Meinungen haben“, sagte Tziampiris bei dem Symposium der Universität.

Er wies weiterhin darauf hin, dass sich die regierende Syriza-Partei eine Koalition mit der rechtsgerichteten Partei Unabhängige Griechen, dessen Parteiführer Panos Kammenos Verteidigungsminister ist, und eine starke Zusammenarbeit mit Israel wünscht.

Die neue Regierung ist nach Worten des Experten pragmatisch und möchte inmitten ihrer wirtschaftlichen Schwierigkeiten keine Freunde verlieren. Da die griechisch-israelischen Beziehungen auf klar definierten gemeinsamen Interessen basieren, möchte Athen die Zusammenarbeit sogar ausbauen.

Aristotle Tziampiris lehrt internationale Beziehungen an der Universität von Piraeus und hat gerade ein Buch mit dem Titel „Die Entstehung der israelisch-griechischen Kooperation“ veröffentlicht. Darin beschreibt er, wie die Beziehungen der beiden Staaten im Jahre 2009 plötzlich zu blühen begannen, nachdem sie vorher eher schwierig waren.

Er analysiert in seinem Buch, wie die wirtschaftlichen Schwierigkeiten Griechenlands und die Auseinandersetzungen mit dem alten Rivalen Türkei dazu geführt haben, dass sich das Land nach neuen Freunden umschaute. Etwa zur gleichen Zeit begannen auch die israelisch-türkischen Beziehungen zusammenzubrechen, vor allem vor dem Hintergrund der „Gaza-Flotte“, die von der Türkei unterstützt wurde.

Seit dieser Zeit rückten Griechenland und Israel näher zusammen und es fanden sich einige Bereiche, in denen die beiden Länder sehr gut kooperieren konnten. Griechenland profitiert vor allem von der militärischen Zusammenarbeit und einem enormen Anstieg israelischer Touristen. Israel prüft zur Zeit, ob es mit Griechenland im Energiesektor zusammenarbeiten kann, um von dort Gas nach Europa zu transportieren.

Auch wenn die beiden Länder in der Palästinenserfrage entgegengesetzte Meinungen haben, scheinen die gemeinsamen Interessen doch stark genug, um auch ideologische Gräben zu überbrücken. Andererseits hatte man das bei der Türkei auch einmal gedacht.

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Patrick Callahan

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