Wer Produkte aus jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria boykottiert, will Druck auf Israel ausüben. Doch die Ersten, die ihre Arbeit verlieren könnten, sind palästinensische Arbeitnehmer. Das ist kein Schutz, es ist ein politisches Eigentor. Ein Boykott soll treffen. Doch wer genau wird getroffen, wenn westliche Staaten den Handel mit Produkten aus israelischen Betrieben in Judäa und Samaria einschränken? Nach Einschätzungen aus der Industrie könnten rund 4.000 palästinensische Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze verlieren. Sie gehören zu etwa 18.000 Palästinensern, die derzeit legal in israelischen Betrieben und Industriegebieten der Region arbeiten.
Das sind keine abstrakten Zahlen. Hinter jedem Arbeitsplatz steht eine Familie, die auf ein regelmäßiges Einkommen angewiesen ist. Wenn Bestellungen ausbleiben, Verträge gekündigt werden und Unternehmen ihre Märkte verlieren, geraten genau diese Arbeitnehmer unter Druck. Manche Betriebe könnten schließen, andere ihre Produktion ins israelische Kernland verlegen. In beiden Fällen droht der Verlust von Arbeitsplätzen vor Ort.
Die Maßnahmen sind von Land zu Land verschieden. In Spanien, Irland und den Niederlanden sind Einfuhrverbote...
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