Tacheles, offen und unverblümt sage ich meine Meinung. Meine drei Söhne haben in diesem Krieg gedient. Sie waren nicht zwei Wochen dabei, sondern mittendrin. Wie so viele israelische Soldaten und Reservisten haben sie seit dem 7. Oktober ihr ziviles Leben zurückgestellt, Familien verlassen und ihr Leben riskiert. Zwei meiner Söhne wurden aus Thailand zurückgerufen, einer meiner Söhne kämpfte als Offizier an vorderster Front. Und sie sind wütend. Wütend darüber, dass israelische Soldaten heute vor einem internationalen Publikum praktisch auf die Anklagebank gesetzt werden und ihnen eine Kriegsführung zugeschrieben wird, die sie aus ihrer eigenen Erfahrung so nicht kennen. Das ist eine Lüge. Und sie sind damit keineswegs allein. Ich höre denselben Zorn von anderen Soldaten, die tatsächlich in diesem Krieg gekämpft haben. Ausgerechnet ein Film israelischer Filmemacher liefert nun neues Material für diese Anklage. „Kollateralschaden“ von Yuval Abraham und Rachel Szor präsentiert 24 israelische Soldaten und Reservisten, die Israels Kriegführung und insbesondere Luftangriffe im Gazastreifen für unnötige zivile Todesopfer verantwortlich machen. Das klingt zunächst gewaltig: 24 israelische Soldaten sagen es selbst!
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