Nach zwölf Tagen intensiver Einsätze im vom Erdbeben getroffenen Kolumbien ist die Delegation „Allianz der Brüder“ der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte nach Hause zurückgekehrt.
Das rund 80-köpfige Team, das vom Heimatfrontkommando in Zusammenarbeit mit dem Verteidigungs- und dem Außenministerium geleitet wurde, traf in Kolumbien ein, nachdem ein Erdbeben der Stärke 7,4 Teile des Landes verwüstet hatte. Gemeinsam mit den kolumbianischen Behörden, örtlichen Rettungskräften und internationalen Organisationen war die Delegation an mehreren großen Zerstörungsorten in Cali im Einsatz.
Gemeinsam lokalisierten und retteten die Teams 29 vermisste Menschen.
Bei einer Zeremonie anlässlich der Rückkehr der Delegation sagte der Chef des Heimatfrontkommandos, Maj. Gen. Shai Kelper, dass es in Cali keine Vermissten mehr gebe.
Der Einsatz war das jüngste Beispiel für Israels Verpflichtung, Menschen in Not überall auf der Welt zu Hilfe zu kommen.

Die Arbeit der Delegation ging über Such- und Rettungseinsätze hinaus. Israelische Ingenieure halfen dabei, beschädigte Gebäude zu kartieren und zu klassifizieren, ein klareres Bild der Zerstörung zu erstellen und kolumbianische Fachkräfte auf die schwierige bevorstehende Phase des Wiederaufbaus vorzubereiten. Das Team vermittelte Wissen und praktische Instrumente, die Israel aufgrund seiner eigenen Erfahrungen mit Krieg, Terrorismus, Erdbeben und anderen Notlagen mit einer großen Zahl von Opfern entwickelt hat.
„Das ist der israelische Geist“, sagte Brig. Gen. (res.) Yossi Pinto, der Kommandeur der Mission. „Die Bereitschaft, von einem Augenblick auf den anderen alles stehen und liegen zu lassen, die Welt zu durchqueren, an vorderster Front zu stehen und zu sagen: Wir sind hier, bereit für jede Mission.“
Der Zeitpunkt hat eine zusätzliche Bedeutung. Kolumbiens neu gewählter Präsident Abelardo de la Espriella hat offen zugesagt, das historische Bündnis seines Landes mit Israel wiederherzustellen und die unter dem scheidenden Präsidenten Gustavo Petro abgebrochenen diplomatischen Beziehungen wieder aufzunehmen.
Während Petro seine letzten Monate damit verbrachte, Israel anzugreifen, arbeitete die israelische Rettungsdelegation Schulter an Schulter mit Kolumbianern in den Trümmern. Dieser Kontrast ist kaum zu übersehen.
Regierungen mögen wechseln, doch Israels Engagement bleibt beständig. Wenn eine Katastrophe eintritt, wartet der jüdische Staat weder auf Applaus noch auf politische Zweckmäßigkeit. Er schickt Ärzte, Ingenieure, Rettungskräfte und Soldaten, die darin ausgebildet sind, Leben zu retten. Überall. Unabhängig von diplomatischen Spannungen. Das Leben steht an erster Stelle.
Die „Allianz der Brüder“ ist nun nach Israel zurückgekehrt. Doch ihre Botschaft bleibt in Kolumbien: Israel steht bereit, seinen Freunden zu helfen – und überall dort eine helfende Hand zu reichen, wo Menschen verschüttet, vermisst oder in Not sind.




