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Israelische Streitkräfte töten Hamas-Scharfschützen, der auch für Al Jazeera tätig war

Der Angriff, bei dem Ahmed Washah im Zentrum des Gazastreifens getötet wurde, verdeutlicht die gefährliche Verflechtung zwischen dem militärischen Netzwerk der Hamas und der Medienlandschaft im Gazastreifen.

ILLUSTRATION: Menschenmengen trauern um Saed Sabri Abu Nabhan, einen Fotojournalisten aus dem Gazastreifen mit nachgewiesenen Verbindungen zur Hamas, nachdem er am 11. Januar 2025 von israelischen Streitkräften getötet wurde. Foto: Ali Hassan/Flash90

Die internationale Gemeinschaft wird ihn als „Journalisten“ bezeichnen, doch Ahmed Samir Muhammad Washah war vor allem ein Scharfschütze der Hamas, der für zahlreiche Angriffe auf Israelis verantwortlich war – ein wichtiger Unterschied, der ihm seine Immunität nach internationalem Recht entzieht.

Neben seinen terroristischen Aktivitäten arbeitete Washah auch als Fotojournalist für den katarischen Sender Al Jazeera.

Nach Angaben der israelischen Streitkräfte (IDF) wurde Washah zusammen mit zwei weiteren Hamas-Kämpfern bei einem gezielten Luftangriff getötet. Das Militär teilte mit, er habe als Scharfschütze im bewaffneten Flügel der Hamas gedient und in jüngster Zeit Scharfschützenangriffe sowie andere feindliche Aktivitäten gegen israelische Truppen im Gazastreifen verstärkt.

Washah war nicht das erste Mitglied seiner Familie, das sich in dieser Grauzone zwischen Journalismus und Militanz bewegte. Auch sein Bruder, Muhammad Samir Muhammad Washah, stand in Verbindung mit Al Jazeera und fungierte laut Angaben der IDF als Schlüsselfigur im Hauptquartier der Hamas für die Raketen- und Waffenproduktion. Er wurde im April getötet.

Der Fall unterstreicht eine der unangenehmsten Realitäten, die der Gaza-Krieg offenbart hat: Ein Presseausweis macht aus einem Kämpfer nicht automatisch einen Zivilisten.

Die Hamas hat Jahre damit verbracht, sich in zivile Institutionen, humanitäre Netzwerke, Krankenhäuser, Schulen, Hilfsstrukturen und Medienkanäle einzunisten. Journalismus kann in einem solchen Umfeld mehr als nur ein Beruf sein. Für manche wird er zur Tarnung. Für andere wird er zu einer zweiten Einnahmequelle. Für wieder andere wird er Teil des narrativen Schlachtfelds – er prägt die Wahrnehmung im Ausland, während bewaffnete Gruppen vor Ort operieren.

Das bedeutet nicht, dass jeder palästinensische Journalist ein Kämpfer ist. Es bedeutet jedoch, dass von Israel nicht erwartet werden kann, das Wort „Journalist“ als magische Ausnahmeregelung von militärischer Überprüfung zu betrachten.

Das Kriegsvölkerrecht schützt Journalisten, die Zivilisten sind. Es schützt keine Terroristen, nur weil diese ebenfalls Kameras bei sich tragen, Fotos veröffentlichen oder Zahlungen von Medienunternehmen erhalten. Ein Scharfschütze der Hamas bleibt ein legitimes militärisches Ziel, egal ob er eine Weste trägt, ein Gewehr in der Hand hält oder Bilder für einen internationalen Sender übermittelt.

Das ist die Realität, die viele westliche Institutionen lieber nicht allzu genau unter die Lupe nehmen. Der narrative Krieg gegen Israel ist dem Schlachtfeld nicht untergeordnet. Er ist Teil davon. Raketen greifen israelische Städte an. Bewaffnete greifen israelische Soldaten an. Propaganda greift Israels Legitimität und Handlungsfreiheit an.

Alle drei dienen demselben strategischen Zweck.

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Patrick Callahan

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