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Trump gibt dem Iran trotz Verstößen gegen den Waffenstillstand eine weitere Chance

Der Präsident kündigt an, dass Unterhändler iranische Vertreter treffen werden – trotz gemeldeter Zusammenstöße in der Straße von Hormus – und warnt zugleich vor schweren Konsequenzen, falls die Diplomatie scheitert.

Iran
US-Präsident Donald Trump gestikuliert vor der Menge nach einer Rede beim Retreat der republikanischen Abgeordneten im Repräsentantenhaus in Washington, D.C., am 6. Januar 2026. Foto: Daniel Torok/Weißes Haus.

US-Präsident Donald Trump erklärte am Sonntag, dass Washington die Gespräche mit dem Iran fortsetzen werde, obwohl es nach seiner Darstellung zu Verletzungen eines Waffenstillstandsabkommens in der Straße von Hormus gekommen sei. Zugleich sprach er eine deutliche Warnung aus, wonach die Vereinigten Staaten im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen wichtige iranische Infrastruktur angreifen könnten.

In einem Beitrag auf Truth Social schrieb Trump, dass US-Vertreter nach Islamabad in Pakistan reisen würden, um dort Gespräche mit iranischen Unterhändlern zu führen – und das trotz jüngster maritimer Zwischenfälle mit Schiffen in der strategisch wichtigen Wasserstraße. Er bezeichnete das derzeit auf dem Tisch liegende amerikanische Angebot als „sehr fair und vernünftig“ und äußerte die Hoffnung, dass Teheran es annehmen werde.

Gleichzeitig drohte Trump mit umfassenden Maßnahmen für den Fall, dass keine Einigung erzielt wird. Die Vereinigten Staaten würden dann Irans Kraftwerke und Brücken ins Visier nehmen.

Iranische Offizielle wurden später mit der Aussage zitiert, man habe nicht die Absicht, in dieser Woche in Islamabad zu erscheinen, solange die US-Seeblockade iranischer Häfen andauere.

Trumps jüngste Warnung folgte auf Berichte, wonach der Iran erneut eine strenge Kontrolle über die Straße von Hormus verhängt habe, nachdem Schnellboote der Marine der Islamischen Revolutionsgarde angeblich das Feuer auf drei Handelsschiffe eröffnet hätten. Diese Vorfälle hätten laut Berichten zur maritimen Sicherheit eine kurze Phase relativer Ruhe beendet, die auf die am 8. April erklärte zweiwöchige Waffenruhe im Konflikt zwischen Iran, den Vereinigten Staaten und Israel gefolgt war.

Trump warf dem Iran vor, diese Waffenruhe verletzt zu haben, und erklärte, in der Meerenge sei auf Schiffe geschossen worden, darunter ein französisches Schiff und ein britischer Frachter. Dennoch machte er deutlich, dass die Vereinigten Staaten die diplomatischen Bemühungen nicht aufgeben wollen.

Zugleich argumentierte er, dass ein möglicher iranischer Versuch, die Meerenge zu schließen, praktisch nur begrenzte Auswirkungen hätte, da die von den USA geführte Blockade bereits den Warenfluss in die Islamische Republik einschränke. Ein solcher Schritt würde dem Iran wirtschaftlich mehr schaden als den Vereinigten Staaten und sei daher letztlich ein selbstverschuldeter Schlag gegen Teheran.

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Patrick Callahan

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