In Nahariya wurden am Dienstagabend sechs Menschen verletzt, nachdem eine aus dem Libanon abgefeuerte Rakete ein Wohnhaus traf und einen Brand auslöste. Die Betroffenen – darunter zwei Jugendliche und vier Erwachsene – erlitten Rauchvergiftungen und wurden vom Rettungsdienst Magen David Adom versorgt und in das Galilee Medical Center gebracht. Ihr Zustand wird als leicht beschrieben.
Nach Angaben der israelischen Armee handelte es sich um eine Rakete der Hisbollah, die gezielt auf zivile Gebiete im Norden Israels abgefeuert wurde. Der Einschlag verursachte erhebliche Schäden an dem Gebäude und führte zu einem Brand, der von Einsatzkräften gelöscht werden konnte. Schlimmere Verletzungen wurden offenbar verhindert, weil sich die Bewohner rechtzeitig in Schutzräume begeben hatten.
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— החדשות – N12 (@N12News) March 16, 2026
Video: Der Moment des Einschlags in Nahariya.
Generalmajor Shai Klapper, Kommandeur des Heimatschutzkommandos der IDF, besuchte den Einschlagsort und betonte die Bedeutung der Schutzmaßnahmen. „Weil sich die Menschen in geschützten Räumen aufhielten, wurden Leben gerettet“, erklärte er. Zugleich rief er die Bevölkerung dazu auf, weiterhin strikt den Anweisungen des Heimatschutzes zu folgen. Die Reaktion der Stadtverwaltung von Nahariya bezeichnete er als „professionell und mutig“.
Der Angriff auf die Küstenstadt war Teil einer weiteren Eskalation an der Nordgrenze. Auch im Raum Kabri im westlichen Galiläa kam es zu Einschlägen. Dort wurde ein Mann durch die Druckwelle einer Explosion leicht bis mittelschwer verletzt. Die wiederholten Angriffe zeigen, dass die Hisbollah weiterhin in der Lage ist, auch Gebiete jenseits der unmittelbaren Grenzregion unter Beschuss zu nehmen.
Parallel dazu setzte der Iran seinen Raketenbeschuss auf Israel fort. In den frühen Morgenstunden wurde erneut ein Abschuss registriert, der jedoch nach bisherigen Angaben weder zu Einschlägen noch zu Verletzten führte.
Aktuelle Zahlen des Gesundheitsministeriums
Unterdessen veröffentlichte das israelische Gesundheitsministerium aktuelle Zahlen zu den Folgen der laufenden Militäroperation „Brüllender Löwe“, die am 28. Februar begonnen hatte. Demnach wurden seit Beginn der Kämpfe 3.530 Menschen in Krankenhäuser gebracht. Zum Stand Dienstagmorgen befinden sich noch 86 Verletzte in Behandlung, darunter acht Schwerverletzte und 16 Personen mit mittelschweren Verletzungen. Die Mehrheit der Betroffenen erlitt leichte Verletzungen; zwei Menschen werden wegen akuter Angstzustände behandelt. Seit Beginn der Operation wurden zudem 12 Menschen in Israel getötet.
Allein in den vergangenen 24 Stunden wurden 70 neue Patienten aufgenommen, darunter mehrere mit mittelschweren Verletzungen sowie zahlreiche Leichtverletzte. Die Zahlen verdeutlichen die anhaltende Belastung des israelischen Gesundheitssystems infolge der Raketenangriffe aus dem Iran und dem Libanon.
Für die Bevölkerung im Norden Israels bleibt die Lage angespannt. Sirenen, Schutzräume und wiederholte Einschläge prägen weiterhin den Alltag – auch fernab der unmittelbaren Grenzlinie.




