In Israel hat er eine besondere Bedeutung. Dort sehen sich Frauen mit einer komplexen Lebensrealität konfrontiert, in der sie viele Bereiche gleichzeitig unter einen Hut bringen müssen: eine anspruchsvolle Karriere, intensive Kindererziehung, Beziehungen, mentale Belastbarkeit und oft eine angespannte Kriegsrealität.
Die letzten Jahrzehnte haben eine tiefgreifende Veränderung des Status von Frauen mit sich gebracht. Frauen leiten heute Systeme, initiieren Veränderungen, leiten Organisationen und beeinflussen die öffentliche Agenda. Aber neben den Errungenschaften wird eine andere Frage immer dringlicher: nicht nur, was Frauen erreichen, sondern auch, wie sie es schaffen, inmitten des „Wettlaufs“ ganzheitlich und ausgeglichen zu bleiben.
Immer mehr Frauen sprechen heute nicht davon, „alles zu erreichen”, sondern von der Notwendigkeit der Ausgeglichenheit. Es geht darum, die Zyklen des Lebens anzuerkennen, Phasen intensiver Aktivität neben Momenten der Konvergenz, der äußeren Entwicklung und der inneren Bewusstwerdung. In diesem Sinne entfernt sich der neue weibliche Diskurs in Israel vom Bild der unzerstörbaren „Superfrau“. Stattdessen entsteht eine andere Stimme, die Eigenschaften, die zuvor als Schwächen wahrgenommen wurden, wieder in den Mittelpunkt rücken will, wie zum Beispiel: Sanftheit,...
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