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Erste israelische Zivilistin durch iranischen Raketenangriff auf Tel Aviv getötet

Wohnblock schwer getroffen – mehr als 20 Verletzte, umfangreiche Rettungs- und Bergungsarbeiten.

Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Ort, an dem eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete am 28. Februar 2026 in Tel Aviv einschlug und Schäden verursachte. Foto: Chaim Goldberg/Flash90

Bei einem iranischen Raketenangriff auf einen Wohnblock in Tel Aviv ist in der Nacht zum Sonntag eine israelische Frau ums Leben gekommen. Nach Angaben des nationalen Rettungsdienstes Magen David Adom (MDA) wurden bei dem Einschlag mindestens 21 Menschen verletzt.

Die etwa 40-jährige Frau wurde zunächst noch am Einschlagsort von Sanitätern versorgt. Kurz nach Mitternacht wurde sie im Krankenhaus für tot erklärt. Ein etwa 40-jähriger Mann wurde mit schweren Schrapnellverletzungen in das Ichilov-Krankenhaus eingeliefert. Ein Mann um die 30 sowie eine rund 90-jährige Frau befinden sich in mittelschwerem Zustand. Weitere 17 Personen – darunter sieben Kinder – erlitten leichte Verletzungen.


Zwei Wohngebäude wurden durch den Raketentreffer schwer beschädigt. Rettungskräfte suchten stundenlang nach möglichen weiteren Verschütteten. Das Heimatfrontkommando entsandte seine Nationale Such- und Rettungseinheit, die nach Angaben der Armee drei Zivilisten aus einem Einschlagsort in Zentralisrael befreien konnte. Soldaten und Rettungsteams führten umfangreiche Bergungs- und Sicherungsarbeiten durch.

Die Armee erklärte, man arbeite in enger Abstimmung mit allen Notfall- und Rettungsdiensten und rief die Bevölkerung erneut dazu auf, die Anweisungen des Heimatfrontkommandos strikt zu befolgen.

Generalmajor Shay Kleper, Kommandeur des Heimatfrontkommandos, sprach am Ort des Geschehens von einem „tragischen Vorfall“, bei dem eine Zivilistin durch eine iranische Rakete getötet worden sei. Die Einsatzkräfte hätten schnell gehandelt, um Eingeschlossene zu retten. Die Arbeiten dauerten an. „Komplexe Tage liegen vor uns“, sagte er mit Blick auf die anhaltende Sicherheitslage.

Auch die Hilfsorganisation United Hatzalah war mit zahlreichen Freiwilligen, Ärzten und Sanitätern im Einsatz. Nach Angaben der Organisation verursachte die Rakete massive strukturelle Schäden, zerstörte Wohnungen und machte Dutzende Menschen vorübergehend obdachlos. Teams versorgten Verletzte, halfen Bewohnern durch beschädigte Treppenhäuser und unterstützten Evakuierungen aus einsturzgefährdeten Gebäuden. Unter den Geretteten befand sich auch ein älterer, auf einen Rollstuhl angewiesener Mann, der aus dem beschädigten Gebäude in Sicherheit gebracht wurde.

Israelische Sicherheits- und Rettungskräfte am Ort, an dem eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete am 28. Februar 2026 in Tel Aviv einschlug und Schäden verursachte. Foto: Chaim Goldberg/Flash90.

Die Drohneneinheit von United Hatzalah setzte unbemannte Fluggeräte ein, um Verletzte unter Trümmern zu lokalisieren und gefährliche Bereiche zu identifizieren. Gleichzeitig leistete die Psychotrauma- und Kriseninterventionseinheit psychologische Ersthilfe für Bewohner, die unter Schock standen oder Angstreaktionen zeigten.

Der Sanitäter Yaron Shiff, einer der ersten Einsatzkräfte vor Ort, berichtete, man habe unmittelbar nach Eintreffen mit der Versorgung der Verletzten begonnen und parallel umliegende Gebäude nach weiteren möglichen Opfern durchsucht. Die meisten Verletzungen seien leicht gewesen, mehrere Personen mit schwereren Verletzungen seien in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Seit Beginn des Konflikts hat der Iran nach Angaben israelischer Behörden Hunderte Raketen und Drohnen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert. Im Zusammenhang mit dem Angriff auf den Wohnblock in Tel Aviv heulten landesweit mehrfach die Luftalarmsirenen. Auch gegen etwa 6 Uhr am Sonntagmorgen kam es erneut zu Raketenbeschuss aus dem Iran. Nach offiziellen Angaben wurden dabei mehrere Menschen leicht verletzt, als sie hastig Schutz suchten. Zudem mussten einige Personen wegen Schockzuständen medizinisch betreut werden.

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Patrick Callahan

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