Naher Osten

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Drusischer Scheich aus der Provinz Suwaida fordert Unabhängigkeit und Schutz durch Israel

Israel-Heute-Korrespondent und Nahost-Experte Edy Cohen sprach mit Marwan al-Kiwan über die Lage in Jabal al-Arab im Süden Syriens.

Drusen Syrien
Edy Cohen im Gespräch mit Marwan al-Kiwan

Israel-Heute-Korrespondent und Nahost-Experte Edy Cohen sprach mit dem drusischen Geistlichen Marwan al-Kiwan aus der südsyrischen Provinz Suwaida, in der Region Jabal al-Arab – dem historischen Siedlungsgebiet der Drusen. In dem Interview schildert al-Kiwan eine aus seiner Sicht dramatische Sicherheitslage für Drusen und Christen.

Der Scheich erhebt schwere Vorwürfe gegen die Übergangsregierung in Damaskus und bezeichnet eine Versöhnung mit den dortigen Machthabern als „absolut ausgeschlossen“. Er spricht von Angriffen auf Dörfer, von niedergebrannten religiösen Stätten und von einer gezielten Bedrohung religiöser Minderheiten.

Forderung nach politischer Neuordnung

Im Gespräch fordert al-Kiwan die vollständige politische Unabhängigkeit der drusischen Region. Er plädiert für einen eigenständigen Status unter internationalem Schutz. Israel nennt er dabei ausdrücklich als möglichen Garanten für Sicherheit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lobt er für dessen Haltung gegenüber Minderheiten in der Region.

Diese Forderungen reichen weit über humanitäre Unterstützung hinaus und berühren grundlegende geopolitische Fragen. Eine direkte Schutzrolle Israels in Südsyrien hätte weitreichende sicherheitspolitische Konsequenzen.

Scharfe Kritik an Europa

Der drusische Geistliche richtet zudem einen eindringlichen Appell an europäische Staaten. Er wirft ihnen vor, islamistische Kräfte indirekt zu legitimieren oder zu unterstützen und die Gefährdung von Minderheiten zu unterschätzen. Seine Aussagen sind teils polemisch formuliert, spiegeln jedoch die tiefe Verunsicherung wider, die viele Minderheiten in Syrien empfinden.

Perspektive einer verunsicherten Minderheit

Das Interview bietet einen Einblick in die Sichtweise eines religiösen Führers, der seine Gemeinschaft existenziell bedroht sieht. Ob seine politischen Forderungen realistisch umsetzbar sind, bleibt offen. Fest steht jedoch, dass die Lage in der Grenzregion zu Israel weiterhin instabil ist und die Situation religiöser Minderheiten in Südsyrien fragil bleibt.

Das vollständige Interview sehen Sie hier:

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Patrick Callahan

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