all

all

Ein bitteres Lachen über Francesca Albanese

Wenn eine UN-Vertreterin zum Megafon der Hamas wird, werden Völkerrecht und Moral auf den Kopf gestellt.

Francesca Albanese, UN-Sonderberichterstatterin für die palästinensischen Gebiete, im Juli 2024 in Lissabon, Portugal. Foto: Esquerda.net, CC BY-SA 2.0, via Wikimedia Commons.

(JNS) Der Menschheit, so heißt es nun, stehe ein „gemeinsamer Feind“ gegenüber. Dieser Feind, so Francesca Albanese, Sonderberichterstatterin der Vereinten Nationen für die palästinensischen Gebiete, sei Israel – der jüdische Staat selbst.

Albanese verkündete diese „Erkenntnis“ am Samstagabend per Videoschalte auf einem Al-Jazeera-Forum in Katar, während einer Podiumsdiskussion mit dem Titel „Die palästinensische Sache in einer Welt auf dem Weg zur Multipolarität“. Sie trat im selben Konferenzprogramm auf wie der Hamas-Führer Khaled Mashaal und der iranische Außenminister Abbas Araghchi. Allein dieses Setting hätte jeden Anspruch auf Neutralität oder moralische Autorität disqualifizieren müssen.

Israel, so erklärte Albanese, sei die Kraft, die die Welt, den Frieden und das Leben der gesamten Menschheit zerstöre. Es sei der „gemeinsame Feind“, gegen den sich nun die globale Gemeinschaft vereinen müsse. Ein altbekannter Vorwurf, der sich endlos durch die Geschichte zieht – lediglich von seiner früheren theologischen Sprache befreit und in das Vokabular des Völkerrechts verpackt.

Das ist keine Analyse; es ist eine Karikatur. Israel ist ein Land mit rund zehn Millionen Einwohnern – etwa sieben Millionen davon Juden – so klein, dass sein Name auf einer Landkarte kaum Platz findet. Es ist umgeben von Staaten, die jahrzehntelang und mit Milliardenaufwand versucht haben, es auszulöschen.

Diese Staaten haben nicht einmal einen Bruchteil von Israels wissenschaftlichen, landwirtschaftlichen, technologischen und demokratischen Errungenschaften hervorgebracht. Für Albanese ist das kein Beleg für Vitalität oder Widerstandskraft, sondern für diabolische Absichten.

Zustimmend greift sie die Sprache des obersten Führers des Iran auf, der Israel offen als „Krebsgeschwür“ bezeichnet hat, das entfernt werden müsse – während er Hamas und Hisbollah finanziert, am Bau von Atomwaffen arbeitet und Raketen auf israelische Städte feuern lässt. Der Iran, so suggeriert sie, solle uns nicht mit seinen eigenen Verbrechen ablenken – Zehntausende iranische Bürger wurden getötet, weil sie Freiheit forderten. Nein, die Juden seien schlimmer. Sie seien der universelle Feind.

Diese Rhetorik ist kein Zufall. Sie ist ideologische Schulung. Albanese präsentiert sich als autoritative Stimme der Wahrheit, spricht „im Namen der Vereinten Nationen“ und fordert ihr Publikum auf, Juden aus Schulen, Arbeitsplätzen und dem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen – und letztlich aus Israel selbst. Die bekannte Abfolge ist für jeden erkennbar, der hinsehen will.

Israels wiederholte Angebote, das Land zu teilen, werden als Propaganda abgetan. Die Oslo-Abkommen, der Rückzug aus Gaza, das stetige Wachstum der palästinensischen Bevölkerung – nichts davon zählt. Israels eigentliches Verbrechen besteht in Albaneses Darstellung darin, dass es noch existiert.

Ihr Auftritt in Doha war besonders entlarvend. Seite an Seite mit einem Hamas-Führer und dem iranischen Außenminister verurteilte sie Länder, die Beziehungen zu Israel pflegen oder Waffenhandel mit ihm betreiben, und warf dem Westen vor, ein „genozidales“ Narrativ zu verstärken. Zugleich sprach sie von einer „Chance“, weil – so ihre Behauptung – das Völkerrecht „ins Herz gestochen“ worden sei.

Was Albanese als das letzte „friedliche Instrumentarium“ für Freiheit bezeichnet, ist in der Praxis die Instrumentalisierung des Völkerrechts gegen den jüdischen Staat. Es ist ein Recht, dem Beweise, Kontext und moralische Klarheit entzogen wurden und das selektiv eingesetzt wird, um Terror zu rechtfertigen und jene zu entlasten, die ihn feiern.

Nein, Francesca Albanese. Der gemeinsame Feind des Westens – und all jener, die wirklich Frieden suchen – ist nicht Israel. Es sind jene, die das Völkerrecht missbrauchen, um Propaganda für die Hamas zu waschen, die den Holocaust verzerren, dokumentierte Gräueltaten leugnen und sich bequem neben Dschihadisten und iranischen Funktionären niederlassen, während sie vorgeben, für Menschenrechte zu sprechen.

Die Geschichte hat diese Erzählung schon einmal gesehen. Neu ist nicht der Vorwurf, sondern die Dreistigkeit, mit der er heute vorgetragen wird – unter einem UN-Titel, auf einer katarischen Bühne, unter Applaus. Genau das sollte uns davon überzeugen, weiterzukämpfen, bis wir unsere Feinde besiegt haben.

About the author

Patrick Callahan

This is an example of author bio/description. Beard fashion axe trust fund, post-ironic listicle scenester. Uniquely mesh maintainable users rather than plug-and-play testing procedures.

Mitglieder

Israel Heute Mitgliedschaft


Digital Monatlich Digital Jährlich Print + Digital (Deutschland) Print + Digital (International)
Preis
6.90
/ Monat

(€82,80 Jährlich)
51,00
/ Jahr
63,00
/ Jahr
73,00
/ Jahr
Voller Zugang zu allen Mitglieder-Inhalten
Gedrucktes Magazin (6 Ausgaben pro Jahr)
Magazin als E-Paper
Exklusive Zoom-Veranstaltungen
Werbefreies Lesen
Kostenloser Probemonat
Ersparnis gegenüber dem Monatsabo - 38,41% / €31,80 23,91% / €31,80 11,84% / €31,80
Effektiver Jahrespreis €82,80 €51,00 €63,00 €73,00

2 Kommentare zu “Ein bitteres Lachen über Francesca Albanese”

  1. Francis Mo sagt:

    SO SPRICHT DER HERR ÜBER SEINE FEINDEN Jesaja 27:1
    [1]Zu der Zeit wird der HERR heimsuchen mit seinem harten, großen und starken Schwert beide, den Leviathan, der eine flüchtige Schlange, und den Leviathan, der eine gewundene Schlange ist, und wird den Drachen im Meer erwürgen.
    Francesca Albanese. Der gemeinsame Feind des Westens – und all jener, die wirklich Frieden suchen – ist nicht Israel. Es sind jene, die das Völkerrecht missbrauchen, um Propaganda für die Hamas zu waschen, die den Holocaust verzerren, dokumentierte Gräueltaten leugnen und sich bequem neben Dschihadisten und iranischen Funktionären niederlassen, während sie vorgeben, für Menschenrechte zu sprechen.

  2. Stephan Wolf sagt:

    Sie wird mitsamt ihren Ansichten in Schande enden, denn bald wird die Wahrheit offenbar werden und die, die sich heute fälschlich aber lauthals der Gerechtigkeit und der Wahrheit rühmen, werden dann verschwunden sein.

    Man wird sie mit ihrer verkehrten und verdrehten Moral nicht mehr finden. Frau Albanese wird sich in Grund und Boden schämen für den Unsinn, den sie hochoffiziell äußert. Sie diskreditiert dadurch nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Arbeitgeber. Denn wer solche Leute als Berichterstatter einstellt, muss sich nicht wundern, wenn er selbst zuletzt völlig irrelevant geworden ist.

Schreibe einen Kommentar

Anmelden