Bei einem terroristischen Schusswaffenangriff auf eine Chanukka-Veranstaltung am Bondi Beach im Osten Sydneys sind am Sonntagnachmittag mindestens 15 Menschen getötet worden. Nach Angaben der Polizei des Bundesstaates New South Wales wurden zudem mindestens 42 weitere Personen verletzt, mehrere davon schwer. Der Anschlag ereignete sich am ersten Tag des jüdischen Lichterfestes Chanukka und richtete sich gegen eine öffentliche jüdische Feier, an der Tausende Menschen teilnahmen.
Nach bisherigem Ermittlungsstand waren zwei bewaffnete Täter an dem Angriff beteiligt. Einer der mutmaßlichen Schützen wurde von Sicherheitskräften getötet. Der zweite Täter erlitt lebensgefährliche Verletzungen, wurde festgenommen und befindet sich weiterhin in kritischem Zustand in Haft. Die Polizei erklärte, dass die Ermittlungen zu Motiv, Ablauf und möglicher Unterstützung der Täter andauern.
One of the gunmen responsible for the Bondi Beach terror attack has been identified, as Australia mourns its worst mass shooting since Port Arthur.https://t.co/sYwb9bcWLo
— Sky News Australia (@SkyNewsAust) December 14, 2025
Kurz nach der Schießerei entdeckten Einsatzkräfte in unmittelbarer Nähe des Tatorts ein Fahrzeug, das nach Einschätzung der Polizei mehrere improvisierte Sprengsätze enthielt. Spezialisierte Entschärfungseinheiten wurden hinzugezogen, um die Vorrichtungen unschädlich zu machen. Weitere Details zu Art und Herkunft der Sprengsätze wurden bislang nicht veröffentlicht.
Die angegriffene Chanukka-Feier war von der chassidischen Chabad-Lubawitsch-Bewegung organisiert worden. Israels Minister für Diaspora-Angelegenheiten und den Kampf gegen Antisemitismus, Amichai Chikli, erklärte, er stehe in engem Kontakt mit Vertretern der jüdischen Gemeinschaft in Australien. Es gebe viele Opfer, darunter auch Tote. Weitere Informationen würden bekannt gegeben, sobald gesicherte Details vorlägen.
Nach Angaben des Chabad-Sprechers Motti Seligson befand sich unter den Ermordeten auch ein Rabbiner der Organisation. Der Getötete wurde als Eli Schlanger identifiziert, ein in Großbritannien geborener Chabad-Gesandter, der in Sydney tätig war.
Rabbi Eli Schlanger, who was murdered in the terrorist attack in Sydney during Hanukkah, leaves behind a wife and four children. pic.twitter.com/4BKcs6xttT
— Visegrád 24 (@visegrad24) December 14, 2025
Der australische Ministerpräsident Antony Albanese verurteilte den Anschlag scharf. In einer Pressekonferenz sprach er von einem „verheerenden terroristischen Vorfall“ bei der Veranstaltung „Chanukah by the Sea“. Es handle sich um einen gezielten Angriff auf jüdische Australier am ersten Tag von Chanukka – einem Tag, der eigentlich der Freude, dem Glauben und dem gemeinschaftlichen Miteinander gewidmet sei. Ein Angriff auf jüdische Australier, so Albanese, sei ein Angriff auf ganz Australien.

Auch Vertreter der jüdischen Gemeinschaft schilderten die dramatischen Szenen unmittelbar nach dem Angriff. Alex Ryvchin, Co-Geschäftsführer des Exekutivrats des australischen Judentums, erklärte gegenüber dem Radiosender 2GB, dass der Medienleiter der Organisation bei dem Anschlag verletzt worden sei. Hunderte Menschen hätten an der Veranstaltung teilgenommen. Nach den Schüssen sei Panik ausgebrochen, Familien hätten versucht, ihre Kinder in Sicherheit zu bringen.
Die Oppositionsführerin des Bundesstaates New South Wales, Kellie Sloane, die sich während des Angriffs am Strand aufhielt, sprach von einem „entsetzlichen Angriff auf unsere Lebensweise“ und einem sehr gezielten Anschlag auf die jüdische Gemeinschaft. Noch während die Schüsse fielen, sei versucht worden, Verletzten zu helfen und Menschen in Sicherheit zu bringen.
Bereits vor vier Monaten hatte Benjamin Netanjahu, Israels Ministerpräsident, den australischen Regierungschef Albanese eindringlich dazu aufgefordert, entschlossener gegen das vorzugehen, was er als einen „Tsunami des Antisemitismus“ bezeichnete, der sich in Australien seit dem von der Hamas geführten Massaker vom 7. Oktober 2023 ausgebreitet habe. Netanjahu hatte damals vor einer zunehmenden Zahl antisemitischer Vorfälle gewarnt und verstärkte Maßnahmen zum Schutz jüdischer Einrichtungen gefordert.
In diesem Zusammenhang kritisierte Netanjahu auch die Entscheidung der australischen Regierung, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, während Israel nach eigenen Angaben weiterhin „einen Krieg im Namen der westlichen Zivilisation“ führe. Diese Entscheidung bezeichnete er als ein „Zeichen der Schwäche“ gegenüber extremistischen Kräften.
Seit dem 7. Oktober 2023 kam es in mehreren australischen Städten wiederholt zu antiisraelischen Demonstrationen, bei denen nach Angaben jüdischer Organisationen und Sicherheitsbehörden auch antisemitische Parolen und Symbole gezeigt wurden. Vertreter der jüdischen Gemeinschaft warnten in den vergangenen Monaten vor einer zunehmend aufgeheizten Stimmung und einer wachsenden Bedrohung für jüdische Einrichtungen. Einen direkten Zusammenhang zwischen diesen Protesten und dem Anschlag von Bondi Beach stellten die Ermittler bislang jedoch nicht her.
Nach dem Terroranschlag von Sydney kündigten die australischen Behörden an, die Sicherheitsmaßnahmen rund um jüdische Einrichtungen landesweit zu verstärken. Die Ermittlungen zu den Tätern, möglichen Hintermännern und dem genauen Tatmotiv dauern an.





🖤
One.
Bibis Kritik kommt vollkommen zurecht!
Unsere Behörden schlafen und wenn man nicht langsam Gesetze gegen den politischen Islam verschärft, wird es auch bei uns wieder passieren!
Der mordende Sohn war wohl eine Art Gefährder (sagt man bei uns in DE) .
Also schlafende Bestien so wie die Terroristen von 9/11 , die aus Hamburg kamen.
Wenn die Behörden dies wissen – und die sollten mehr wissen als wir Normalbürger,
warum dürfen/durften sich Gefährder bei uns wie Amri frei bewegen und landen nicht in einem Hochsicherheitstrakt wie damals die RAF-Terroristen????
Der Herr segne IH!
Gott schütze Israel und alle jüdischen Geschwister!