Die IDF gab bekannt, dass sie einen der letzten verbliebenen erfahrenen Terroristen der Hamas in Gaza getötet hat. Der Mann, Ra’ad Sa’ad, soll eine zentrale Rolle bei Waffenproduktion, Operationen und Angriffen gegen Israel gespielt haben.
Gezielt getöteter Hamas-Führer und seine Rolle
Die israelischen Streitkräfte nannten einen Mann namens Ra’ad Sa’ad als Ziel der Aktion. Er sei „einer der letzten verbleibenden Veteranen der Terrororganisation im Gazastreifen“ gewesen und habe als führender Verantwortlicher für die Waffenproduktion der Hamas fungiert. Laut IDF und Shin Bet war Sa’ad direkt an der Planung und Vorbereitung des Angriffs vom 7. Oktober 2023 beteiligt, der als Beginn der aktuellen Eskalation gilt.
Die IDF erklärte, Sa’ad habe eine lange Reihe militärischer Funktionen ausgefüllt: Nach seiner Zeit als Kommandeur der lokalen Gaza-Brigade wurde er Leiter des „Operations Headquarters“, wo er laut Militär angeblich an der Strukturierung sogenannter Nukhba-Einheiten und strategischer Pläne mitwirkte, die der Hamas-Führung für große Angriffe dienten. Später übernahm er die Verantwortung für die Waffenproduktion, einschließlich der Wiederherstellung von Produktionslinien nach früheren Zerstörungen durch israelische Aktionen.
Die Tötung selbst erfolgte offenbar durch einen Drohnenschlag mit drei Lenkflugkörpern, die ein Fahrzeug im Westen von Gaza-Stadt trafen, in dem sich Sa’ad und drei weitere Personen befanden; nach Angaben von Channel 12 wurden alle Insassen dabei vermutlich getötet. Kurz danach feuerte die IDF zur Sicherstellung ein weiteres Raketengetrieb ab, um sicherzugehen, dass niemand überlebt hatte.
Militärische Begründung und Folgen für Hamas
Israelische Offizielle — darunter Premierminister Benjamin Netanyahu und Verteidigungsminister Israel Katz — begründeten den Einsatz damit, dass Sa’ad weiterhin aktiv an Angriffen gegen Israel beteiligt war und an der Wiederbewaffnung der Hamas arbeitete, „anstatt die Demilitarisierung voranzutreiben“. Seine Aktivitäten seien ein fortgesetzter Verstoß gegen Vereinbarungen und ein direktes Sicherheitsrisiko für israelische Soldaten und Zivilisten.
Mit Sa’ads Tod verliert die Hamas nach israelischen Angaben einen der ranghöchsten verbliebenen Kommandeure — zuvor waren hohe Führungspersonen wie Mohammed Deif, Marwan Issa und Yahya Sinwar durch israelische Aktionen getötet worden. Vor diesen Tötungen galt Sa’ad als Nr. 4 in der militärischen Hierarchie der Al-Qassam-Brigaden; nach dem Tod der drei anderen zählte er nach Geheimdienst-Einschätzung zu den obersten Führern.




