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Wie sah der israelische Unterricht vor dem Zeitalter der Bildschirme aus?

Jeden Freitag vor dem Schabbat warfen Kinder Münzen in eine blaue Box, die zum Symbol für Bildung im Zionismus und den Aufbau des Landes wurde.

Ein Klassenzimmer mit Schülern in Jerusalem, 1960. Foto: Avraham Malevski, KKL-JNF-Fotoarchiv.

(JNS) Vor Beginn des neuen Schuljahres veröffentlicht das Archiv des Keren Kayemeth LeIsrael – Jüdischer Nationalfonds (KKL-JNF) – fünf seltene Fotos, die einen Einblick in das Bildungssystem im Land Israel während des britischen Mandats und in den ersten Jahren des Staates Israel geben.

Die zwischen 1935 und 1973 aufgenommenen Bilder zeigen Alltagsszenen von Schülern und Lehrern und spiegeln eine Bildungswelt wider, die sich stark von der heutigen unterscheidet.

„Damals wurde der Unterricht mit Kreide an die Tafel geschrieben, nicht auf einen Bildschirm; Geografie wurde mit einem Globus und Landkarten unterrichtet, nicht mit Google Maps; und einige Unterrichtsstunden waren praktischen Fächern gewidmet, die Kinder heute kaum noch kennen, wie zum Beispiel Nähen“, sagt Efrat Sinai, Direktorin des Archivs bei KKL-JNF. „Die Fotos vermitteln den Geist der Zeit: überfüllte Klassenzimmer, schwere Holztische und eine gemeinsame Konzentration auf die Lernaufgaben.“

Ein Schülerin spendet in die Blaue Box im Weiler-Kindergarten in Eilat, 1980. Foto: Israel Sinai, KKL-JNF-Fotoarchiv.

Sinai fügt hinzu, dass die Organisation eine zentrale Rolle im Bildungssystem des jüdischen Yishuv und des jungen Staates Israel spielte.

In fast jedem Klassenzimmer und Kindergarten gab es eine spezielle „KKL-JNF-Ecke” mit der berühmten blauen Box und bunten Postern.

Jeden Freitag vor Schabbat warfen die Kinder Münzen in die Box – eine kleine Zeremonie, die zu einem Symbol für Werteerziehung, Zionismus und Partnerschaft beim Aufbau des Landes wurde.

Die fünf Fotos, die nun erstmals veröffentlicht werden, zeigen unter anderem einen Nähunterricht in Jerusalem im Jahr 1935, einen Geografieunterricht mit einem großen Globus und einen Naturkundeunterricht im Jahr 1945.

„Jedes Foto ist ein Fenster in die Vergangenheit”, betont Sinai, „und erinnert uns an den langen Weg, den das Bildungssystem zurückgelegt hat – von Heften und Tinte über Holztafeln bis hin zum heutigen digitalen Zeitalter.”

Eine Nähstunde in einer Schule in Jerusalem, 1935. Foto: Avraham Malevski, KKL-JNF-Fotoarchiv.
Eine Unterrichtsstunde in Geografie und über das Land Israel in einer „Spitzer“-Schule in Jerusalem, 1940. Foto: Levi, KKL-JNF-Fotoarchiv.
Naturunterricht in einer Schule in Givat Haim, 1945. Foto: Yaakov Rosner, KKL-JNF-Fotoarchiv.

 

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Patrick Callahan

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