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Autoattacke bei Kfar Yona: Acht Verletzte, Täter auf der Flucht

Fahrzeug rast in Bushaltestelle in Zentralisrael – Polizei spricht von gezieltem Anschlag.

Autoattacke
Der Ort des Anschlags, bei dem in der Nähe von Kfar Yona im Zentrum Israels acht Menschen verletzt wurden, darunter zwei mittelschwer, am 24. Juli 2025. Foto: Gili Yaari /Flash90

Am Donnerstagmorgen sind bei einer Autoattacke in Kfar Yona in Zentralisrael acht Menschen verletzt worden. Ein Fahrzeug fuhr gegen 9:25 Uhr gezielt in eine Bushaltestelle an der Schnellstraße 57, wo mehrere Personen auf den Bus warteten. Zwei der Opfer wurden mittelschwer verletzt, sechs weitere leicht bis mittelschwer.

Bei den beiden mittelschwer Verletzten handelt es sich um eine 18-jährige Frau und einen 20-jährigen Mann. Sie erlitten Verletzungen an Brust und Gliedmaßen und wurden ins Laniado-Krankenhaus nach Netanja gebracht. Drei weitere Personen wurden mit leichteren Verletzungen in das Hillel-Yaffe-Krankenhaus in Hadera eingeliefert, eine weitere Gruppe ins Meir Medical Center. Laut Angaben von Sanitätern blieben alle Verletzten bei Bewusstsein.

Eine Augenzeugin, Kinneret Hanuka, die in der Nähe unterwegs war, berichtete, der Fahrer habe sie plötzlich überholt, die Fahrspur geschnitten und sei dann mit hoher Geschwindigkeit direkt auf die Haltestelle zugerast. „Ich dachte nicht, dass ich so etwas je erleben würde“, sagte sie gegenüber Medien. Nach Angaben der Rettungskräfte wurden einige der Verletzten durch den Aufprall mehrere Meter durch die Luft geschleudert.

Der Fahrer des Wagens flüchtete unmittelbar nach dem Vorfall in seinem Fahrzeug vom Tatort. Die israelische Polizei leitete sofort eine großangelegte Fahndung ein. Das Fluchtfahrzeug, ein weißer Toyota mit israelischen Kennzeichen, wurde kurz darauf verlassen in der Gegend von Beit Lid entdeckt. Forensik-Teams sowie Sprengstoffexperten untersuchten das Fahrzeug vor Ort, während Polizei und Grenzschutz mit Unterstützung von Helikoptern und Spürhunden die Umgebung nach dem Täter durchkämmten.

Polizeikräfte aus der Region sowie Spezialeinheiten auf Motorrädern (Yasam) wurden zusätzlich mobilisiert. Die israelische Luftstaffel unterstützte die Suche aus der Luft. Auch Polizeipräsident Danny Levy kam zum Ort der Autoattacke, um sich ein Bild von der Lage zu machen und die Einsatzkräfte zu koordinieren.

Sicherheitskräfte am Ort des Anschlags. Foto: Gili Yaari /Flash90.

Im Rahmen der Fahndung wurden mehrere Übergänge nach Judäa und Samaria vorübergehend gesperrt, darunter auch die Straße in Richtung Tulkarem. Das Zentrale Kommando der israelischen Armee ordnete zudem an, alle örtlichen Alarmteams in den umliegenden Ortschaften zu aktivieren, um auf mögliche Folgeereignisse vorbereitet zu sein.

Die Polizei geht von einem gezielten Anschlag aus. Eine Verbindung zwischen dem Täter und dem rechtmäßigen Halter des Fahrzeugs wird derzeit geprüft. Auch der Inlandsgeheimdienst Shin Bet ist in die Ermittlungen eingebunden. Es wird untersucht, ob der Wagen gestohlen wurde oder dem Täter selbst zugeordnet werden kann. Die Identität des Täters war bis zum Nachmittag noch nicht bekannt.

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Patrick Callahan

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