In einem Gespräch mit Aviel Schneider erklärt Itamar Eichner, was hinter dem möglichen Geiseldeal steckt – und warum Trump jetzt Druck macht.
Nur wenige Tage vor dem mit Spannung erwarteten Treffen zwischen Benjamin Netanjahu und Donald Trump in Washington spricht Journalist Itamar Eichner im Interview mit Israel Heute Chefredakteur Aviel Schneider über die dramatischen Wendungen im Hintergrund der israelischen Politik.
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage: Wird es zu einem Geiseldeal mit der Hamas kommen – und zu welchem Preis? Laut Eichner ist die israelische Regierung grundsätzlich bereit. Doch der eigentliche Motor der Bewegung sei nicht Tel Aviv – sondern Donald Trump. Er will den Gaza-Krieg beenden, um seinen eigenen großen Nahost-Plan umzusetzen – samt Friedensabkommen mit Saudi-Arabien, Syrien und anderen Ländern.
Eichner zeigt auf, wie Netanjahu das Ende des Krieges vorbereitet – politisch, strategisch und öffentlichkeitswirksam: Der Besuch in Nir Oz, die überraschende Umarmung mit Einav Zangauker, das Narrativ des „vollständigen Sieges“ über die Hamas, obwohl diese weiterhin als Miliz in Gaza präsent ist. Und: Der mögliche Preis für den Deal mit Trump – ein Souveränitätsversprechen in Judäa und Samaria im Austausch für eine vage Zusage in Richtung eines palästinensischen Staates.
Auch militärisch stehen Fragen im Raum: Wird sich Israel aus Gaza zurückziehen? Bleiben Sicherheitszonen bestehen? Wer entscheidet über freizulassende Geiseln und Terroristen? Und wie geht es weiter, wenn der Iran erneut eine rote Linie überschreitet?
Ein vielschichtiges und offenes Gespräch über politische Taktik, internationale Ambitionen und die Suche nach einem Ausweg aus der Gaza-Krise.
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