Die iranische Reaktion auf den amerikanischen Angriff in der Nacht auf die iranischen Atomanlagen ließ nicht lange auf sich warten: Am Sonntagmorgen gegen 7 Uhr feuerte der Iran rund 30 Raketen auf Israel ab. Nach Angaben der israelischen Armee (IDF) wurde ein Großteil der Raketen abgefangen, dennoch kam es zu mehreren Einschlägen.
Luftalarmsirenen heulten in weiten Teilen des Landes – darunter Zentralisrael, Gush Dan, Scharon, Jerusalem und das Jordan-Tal. Später folgte eine zweite kleinere Welle mit fünf Raketen, diesmal auf Nordisrael gerichtet. Auch in Tel Aviv, Ness Ziona, Be’er Ya’akov und Haifa kam es zu Einschlägen.

In Haifa wurde ein Raketeneinschlag registriert, ohne dass zuvor eine Sirene ausgelöst wurde. Der Vorfall wird derzeit untersucht.
Nach Einschätzung von Experten wurde beim heutigen Angriff offenbar ein neuer Typ ballistischer Raketen eingesetzt, die schwerer abzufangen sind als die bisher bekannten Varianten. Das könnte die Effektivität der iranischen Angriffe teilweise erklären.
Laut Magen David Adom wurden 20 Personen verletzt, darunter ein 30-jähriger Mann mittelschwer durch Splitter. Weitere 19 Menschen erlitten leichte Verletzungen, unter ihnen auch zwei Kinder. Das Ichilov-Krankenhaus behandelte fünf Leichtverletzte.

In mehreren Städten wurden durch direkte Treffer Brände ausgelöst und Gebäude beschädigt. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Einsatz, um Verletzte zu versorgen und die Schäden zu begrenzen. In Be’er Ya’akov wurden laut Angaben von Rettungskräften mehrstöckige Wohnhäuser schwer beschädigt – einige davon stürzten teilweise ein.
Die Israelische Flughafenbehörde sperrte nach dem Angriff den Luftraum für sämtliche An- und Abflüge. Die Grenzübergänge nach Jordanien und in den Sinai bleiben jedoch geöffnet.




