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Witkoff: Hamas-Antwort auf US-Waffenstillstand „inakzeptabel“

Israel bestätigt Zustimmung zum amerikanischen Vorschlag – Hamas blockiert Weg zur Waffenruhe.

Witkoff
Der US-Beauftragte für den Nahen Osten Steve Witkoff (C) spricht zu den Medien im Weißen Haus in Washington, DC, USA, 06. März 2025. Foto: EPA-EFE/WILL OLIVER.

Während Israel dem amerikanischen Rahmenvorschlag zur Beendigung der Kämpfe im Gazastreifen zugestimmt hat, lehnt die Hamas diesen ab – und stellt damit die jüngsten Friedensbemühungen infrage.

US-Sondergesandter für den Nahen Osten, Steve Witkoff, machte am Samstagabend deutlich, dass die Antwort der Hamas auf den amerikanischen Waffenstillstandsvorschlag „völlig inakzeptabel“ sei. „Diese Antwort bringt uns nicht voran, sondern wirft uns zurück“, erklärte Witkoff. Er forderte die Hamas auf, den von Washington vorgeschlagenen Rahmen als Basis für indirekte Verhandlungen unter Vermittlung der USA anzunehmen – Gespräche, die bereits in der kommenden Woche starten könnten.Der Plan sieht eine 60-tägige Waffenruhe vor, in deren Verlauf die Hälfte der noch lebenden israelischen Geiseln sowie eine gleiche Zahl der getöteten Geiseln ihren Familien übergeben werden sollen. Gleichzeitig sollen durch die Gespräche auch ernsthafte Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe eingeleitet werden.

Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestätigte, dass Israel dem US-Plan zugestimmt habe, und machte Hamas für die Blockade verantwortlich. „Die Terrororganisation hält weiterhin an ihrer Weigerung fest“, erklärte Netanjahu. „Israel wird weiter alles daran setzen, unsere Geiseln zurückzubringen und Hamas zu besiegen.“

Auch Israels Außenminister Gideon Sa’ar betonte, dass die Verantwortung für die Fortsetzung des Krieges allein bei Hamas liege. Er verwies auf das Massaker vom 7. Oktober 2023 und die anhaltende Weigerung der Terrorgruppe, die Geiseln freizulassen oder sich zu entwaffnen. Sa’ar forderte, den Druck nicht auf Israel, sondern auf Hamas zu erhöhen:

„Wenn Frankreich und Großbritannien an einer Waffenruhe interessiert sind, sollten sie diejenigen unter Druck setzen, die ‚Nein‘ sagen – nicht die, die ‚Ja‘ sagen.“


Verteidigungsminister Israel Katz warnte am Freitag, Hamas stehe vor einer klaren Entscheidung: den Vorschlag anzunehmen oder die vollständige Zerstörung zu riskieren. In einer Erklärung erläuterte Katz, dass die israelischen Streitkräfte ihre Operationen in Gaza „mit voller Kraft“ fortsetzen, wobei Luft-, Land- und Seeangriffe in bislang nicht gekannter Intensität durchgeführt werden. Zugleich werde die Zivilbevölkerung aus den Kampfzonen evakuiert, um Opfer zu vermeiden.

„Unser oberstes Ziel bleibt der Schutz unserer Soldaten – sowohl der regulären Einheiten als auch der Reservisten“, betonte Katz. Nach der Eliminierung der Terroristen und der Sicherung der Gebiete folge das Modell von Rafah: die vollständige Beseitigung von Bedrohungen und eine dauerhafte militärische Präsenz zur Stabilisierung der Lage.

Das sogenannte „Rafah-Modell“ bezieht sich auf die systematische Zerstörung terroristischer Infrastrukturen im südlichen Gazastreifen, um versteckte Sprengfallen auszuschalten und Hamas daran zu hindern, sich erneut zu organisieren. Beobachter sehen darin einen langfristigen strategischen Ansatz: eine militärische Kontrolle ausgewählter Gebiete als Mittel zur Verhinderung einer Rückkehr des Terrors.

 

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Patrick Callahan

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