Die israelische Armee hat am Sonntag ein Waffenlager der Terrororganisation Hisbollah im Süden der libanesischen Hauptstadt Beirut bombardiert. Das bestätigten Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Verteidigungsminister Israel Katz in einer gemeinsamen Erklärung.
Ziel des Angriffs war ein Depot in Dahiyeh, einer Hochburg der Hisbollah im Süden Beiruts. Dort lagerte laut israelischen Angaben Infrastruktur für Präzisionsraketen, die eine „signifikante Bedrohung für den Staat Israel“ darstellten.
„Israel wird nicht zulassen, dass Hisbollah sich stärkt und irgendwo im Libanon eine Bedrohung gegen uns aufbaut“, erklärte das Büro des Ministerpräsidenten. „Der Bezirk Dahiyeh in Beirut wird kein sicherer Hafen für die Terrororganisation Hisbollah sein.“
Die israelische Regierung betonte zudem die Verantwortung der libanesischen Führung: „Die libanesische Regierung trägt die direkte Verantwortung dafür, diese Bedrohungen zu verhindern.“ Israel werde an seinem Kriegsziel festhalten, die sichere Rückkehr der Bewohner im Norden Israels in ihre Heimatorte zu ermöglichen, hieß es weiter.
Bereits zuvor am Sonntag hatte die israelische Luftwaffe einen weiteren Hisbollah-Terroristen im Südosten des Libanon nahe Halta, unweit der Golanhöhen, gezielt getötet. Der Mann war laut Armeeangaben maßgeblich an dem Versuch beteiligt, die militärische Infrastruktur der Hisbollah nahe der israelischen Grenze wieder aufzubauen – ein klarer Verstoß gegen die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates.
כלי טיס תקף וחיסל מוקדם יותר היום במרחב חלתא שבדרום לבנון, מחבל בארגון הטרור חיזבאללה שקידם נסיונות שיקום של ארגון הטרור במרחב חלתא pic.twitter.com/boxkAdiYz8
— צבא ההגנה לישראל (@idfonline) April 27, 2025
Der Luftschlag in Beirut ist Teil der anhaltenden Bemühungen Israels, eine Verfestigung der Hisbollah-Stellungen im Südlibanon zu verhindern. Die Spannungen entlang der Nordgrenze bleiben hoch, auch wenn im November 2024 ein brüchiger Waffenstillstand vereinbart wurde, der eine mehr als einjährige Phase von Angriffen aus dem Libanon – im Zuge der Unterstützung für die Hamas nach dem Massaker am 7. Oktober 2023 – beendet hatte.
„Die IDF wird weiterhin handeln, um die Bürger Israels und seine Souveränität zu schützen“, bekräftigte das Militär am Sonntag.




